Tageskommentar Rohstoffe: Leichte Preisabschläge an den Terminmärkten


An den Terminmärkten scheint sich eine Konsolidierung anzubahnen. Auch Gewinnmitnahmen drückten auf die Kurse. Die Weizennotierungen in Paris und in Chicago gaben nach. Mais notierte ebenso wie der Sojakomplex schwächer. Nur Raps konnte sich mit Notizgewinnen für die alte Ernte dem Tagestrend entziehen. Die Rohölkurse notierten schwächer.
 
Weizen: Weizen erlebte an der Matif eine sehr wechselhafte Sitzung. Die Kurse zogen zunächst deutlich an, aber die zwischenzeitlichen Notizgewinne von bis zu 10 €/t ließen sich nicht halten. Zum Schluss lagen die Kurse 3 €/t unter dem Vortag. Druck kam vor allem durch die schwächeren Chicagoer Weizennotierungen auf.
In Chicago waren die Weizenfutures nach den strammen Anstieg der Vortage reif für eine Korrektur. Auch dort war die Sitzung volatil. Zwischenzeitlich stieg die Märznotierungen über 8 US-$/Bushel und auf 298 US-$/t an. Technische Verkäufe drückten auf die Kurse. Die Notizverluste in Chicago fielen etwas größer als an der Weizenbörse in Kansas aus. In den Vortagen hatte Chicago den Weizen durchweg höher als Kansas notiert, obwohl Kansas im Zentrum des zu trockenen Hard-Red-Winterweizengürtels liegt.
Australien rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordweizenernte von 26,8 Mio. t und hat die vorangegangene Schätzung um 1,7 Mio. t angehoben. Die Exportprognose wurde auf 16 Mio. t abgesenkt. Dies lässt erwarten, dass sich noch ein großer Teil der australischen Weizenernte zur Vermahlung eignen könnte - und sei es als Beimischweizen. In Ostaustralien sind die Qualitäten schwach, und Schätzungen vor Ort gehen davon aus, dass dort 50 bis 60 Prozent des Weizens nur noch mit Futterqualitäten geerntet werden.  
 
Mais: Mit schwächeren Weizennotierungen gaben auch die Maispreise in Chicago nach. Die Fondsgesellschaften scheinen nervös zu sein und waren mit einer großen Kontraktmenge auf der Verkäuferseite. Bei fehlenden Unterstützung von außen bestimmten Gewinnmitnahmen das Börsengeschehen.
Auch an der Matif gab es leichte Notizverluste für den Mais.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex schloss durchwachsen und die Bohne mit leichten Notizverlusten für die beiden vorderen Termine. Für Sojaschrot gab es ebenfalls überschaubar Kursabschläge. Gewinnmitnahmen belasteten Bohnen und Schrot. Da die Sojabohnennotierungen seit Mitte November 35 US-$/t angezogen sind, ändern kleinere Verluste am nichts an der Tendenz. Die anhaltend großen Käufe Chinas stützen die Kurse. China hat im November 5,37 Mio. t Sojabohnen und deutlich mehr als im Oktober importiert. Auch im Dezember sollen die Importe 5,3 Mio. t erreichen.  
In Brasilien sind die Wachstumsbedingungen für Sojabohnen in den meisten Gebieten gut, nur in Südbrasilien ist es weiterhin etwas zu trocken. Zum Wochenende wird allerdings Regen erwartet. Argentinien benötigt in den zentralen Soja-Anbaugebieten und im Osten Regen, im Süden Westen sind den Bedingungen für Sojabohnen aber überwiegend gut.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an Matif konnten sich von anderen Märkten mit erneuten Kursgewinnen von 2,50 €/t für die alte Ernte absetzen. Zwischenzeitlich sah so aus, als würde Raps in einem Schwung auch die nächste 10 Euro-Hürde von 460 €/t nehmen. Doch Spitzennotierungen des machten kurz davor wieder kehrt.
Die Canolanotierungen in Winnipeg schlossen für Januar Februar 4,70 Can-$/t fester.
 
Rohöl: Gewinnmitnahmen und ein wieder anziehender US-Dollarkurs drückten auf die Rohölnotierungen. Die Kurse gaben etwas nach. Zuvor hatten sie allerdings kurzfristig mühelos die Marke von 90 US-$/Barrel gestürmt. Die Spitzengewinne ließen sich jedoch nicht halten. Durch die kalte Witterung rechen Analysten kaum mit eienr wesentliche Preisschwäche für Rohöl. (St)
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