Tageskommentar Rohstoffe: Märkte bleiben uneinheitlich

Eine beständige Entwicklung an den Börsen ist im Moment  nicht zu erkennen. Weizen und Mais tendierten gestern in Chicago wieder fester. Soja blieb unter Druck. In Paris zeigte der Weizen eine Seitwärtsbewegung. Mais in Paris folgte den Vorgaben aus Chicago. Raps verlor noch einmal. Rohöl konnte wieder gewinnen.

Weizen: Eine gute Exportnachfrage und die anhaltende Rede von einer engen Versorgung mit Weizen in der Welt im kommenden Wirtschaftsjahr im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren brachte dem Weizen gestern in Chicago auf alle Termine Unterstützung. Private Exporteure berichteten von einem Geschäft über 110 000 t US Soft Red Winter nach China. Hier soll es sich um den größten Export in gut acht Jahren gehandelt haben. Die EU erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 117 000 t Weizen. Damit lag die Summe im Wirtschaftsjahr bei 12,3 Mio. t, verglichen mit 18 Mio. t im vergangenen Jahr um diese Zeit. In Paris bewegte sich der Weizen eher seitwärts. Lediglich kleine Korrekturen nach oben oder unten waren das Ergebnis am Ende des Tages.

Mais: Die Wettermärkte und damit unzureichender Regen in den Maisanbaugebieten verhalfen dem Future in Chicago zu leichten Gewinnen für fast alle Termine. Auch die Auffassung, dass die Schwäche vom Mittwoch überzogen war sowie Deckungskäufe aufgrund eines festen Kassamarktes unterstrichen den positiven Ton. Die Unsicherheit in der Eurozone wird in den USA als limitierender Faktor für einen weiter festen Markt gesehen. Mais in Paris passte sich der positiven Entwicklung in Chicago an. Dennoch spielten sich die Gewinne im kleinen Rahmen ab. Sie lagen bei maximal 1,50 €/t.

Sojakomplex: Die festeren Tendenzen bei Mais und Weizen sowie der externen Märkte verhalfen dem Sojakomplex zunächst aus seinem Tief über Nacht heraus. Selbst eine deutliche kurzfristige Nachfrage konnte aber nicht verhindern, dass die Verkäufer im Laufe des Tages Überhand nahmen. Sowohl Bohne als auch Schrot und Öl mussten am Ende des Tages mit einem negativen Vorzeichen Vorlieb nehmen.

Raps: Raps musste gestern in Paris noch einmal ordentliche Verluste verbuchen. Der stärkste Rückgang lag Im November bei 5,00 €/t. Damit folgte er dem Sojakomplex. Auch Canola in Winnipeg ging diesen Weg mit.

Rohöl: Die Rohölkurse können wieder zulegen. Ursache ist die Entscheidung der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder) ihre tägliche Ölfördermenge von 30 Mio. Barrel beizubehalten. Trotz der nachgebenden Preise in der jüngsten Vergangenheit hat sich die Organisation aufgrund der schwachen Konjunkturen weltweit dazu entschieden, die Ölfördermenge nicht zu reduzieren. (dg)
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