Tageskommentar Rohstoffe: Matif-Weizen macht Kursverluste wieder wett


Der Matif-Weizen bewegte sich nach guten Kursgewinne wieder aufwärts und scheint die kurze Konsolidierungsphase beendet zu haben. In Chicago notierten Weizen und Mais ebenfalls fester. Der Sojakomplex konnte sich gut behaupten. Die Rapspreise in Paris bewegen sich wieder nach oben. Rohöl blieb nach kleineren Notizverlusten in der Seitwärtsbewegung. 
 
Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif zogen auf allen Terminen 7 €/t an. Der November schloss bei 175 €/t und ist fast wieder da angelangt, wo er vor seiner Konsolidierungsphase schon einmal stand. Das Handelsvolumen bleibt lebhaft.
Frankreich hat 300.000 t Weizen nach Algerien verkaufen können. Die Lieferungen soll im September erfolgen. Algerien wird nach offiziellen Schätzungen in diesem Jahr nur 4,5 Mio. t Getreide und damit 1,6 Mio. t weniger als im Vorjahr ernten.
An der Chicagoer Börse legten die Weizennotierungen über 4 US-$/t zu. Bei leicht rückläufigen Notierungen am US-Kassamarkt bezog die Börse ihre Impulse aus Shortabdeckungen und den festeren europäischen Weizenpreisen.
 
Mais: Im Gegensatz zum Vortag ließen sich die Maisnotierungen in Chicago diesmal von den Weizenpreisen nach oben ziehen. Sie schlossen mit einem moderaten Plus und erholten sich etwas von den Verlusten der Vortage.  
Auch in Paris folgten die Maiskurse den festeren Weizenpreisen und legten 3 €/t für November zu. Nach drei Tagen mit rückläufigen Notierungen scheinen sich die Kurse konsolidiert zu haben.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex bleibt stabil und sowohl die Bohnen-  als auch die Sojaschrotpreise schlossen mit kleinen Kursgewinnen. Die mittelfristigen Wettermodelle sollen für den mittleren Westen nicht ganz so verheißungsvoll sein. Ansonsten bleibt die Nachrichtenlage beim Sojakomplex dürftig.

China hat bestätigt, dass es im Juni 6,2 Mio. t Sojabohnen importiert hat, etwas weniger als kolportiert worden war. In diesem Jahr hat China bereits 25,8 Million t Sojabohnen importiert und bleibt eine Stütze für den Sojamarkt.
 
Raps: Mit Kursgewinnen von 6,75 €/t für November sind die Rapspreise dabei, ihre Kursdelle wieder auszubügeln. Der August schloss allerdings nur geringfügig fester und der Erntetermin notiert wieder unter dem November. Das Handelsvolumen war mit fast 11.400 Kontrakten erneut sehr rege. Impulse dürften auch von Aktivitäten der Fonds und der Börse in Winnipeg gekommen sein, an der am Vortag die Canola-Notierungen ebenfalls einen Satz nach oben gemacht hatten.
Am Mittwoch schlossen die Canolanotierungen in Winnipeg mit leichten Kursgewinnen. Die Kurse haben die Linie von 460 Can-$/t nach oben durchbrochen. Damit liegen sie aber immer noch rund 20 €/t unter den Rapsnotierungen in Paris.
 
Rohöl: Das Auf und Ab der Rohölpreise hält an. Nach einem überraschend hohen Anstieg der wöchentlichen US-Lagerbestände an Rohöl, Benzin und Destillaten von insgesamt 5,4 Mio. Barrel drehten die Kurse vom grünen in den roten Bereich. Die Bewegungen sind überschaubar, denn seit zwei Wochen pendeln die Rohölkurse an der Nymex in einer Seitwärtsbewegung zwischen 74 und 78 US-$/Barrel. (St)
 
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