Tageskommentar Rohstoffe: Matifweizen legt etwas zu


Bei ruhigem Geschäft und fehlenden Vorgaben aus Chicago machten die Weizennotierungen an der Matif etwas Boden gut. Auch Mais schloss in Paris mit positivem Vorzeichen. Die Rapsnotierungen gaben dagegen für die neue Ernte nach. Rohöl notierte etwas schwächer. Die vorbörslichen Vorgaben aus Chicago deuten heute Morgen eine neue Rallye bei Sojabohnen an. Aber auch Weizen und Mais bewegen sich in Übersee im grünen Bereich.
 
Weizen: Die geschlossene Börse in Chicago schlug sich in einem dünnen Handelsvolumen für die Weizenfutures an der Matif nieder. Zuletzt hat sich der Matifweizen sehr stark an den Vorgaben aus Chicago orientiert und die Vorzeichen fast synchron mit der Kursentwicklung in Übersee gewechselt. Die Stimmung in Paris hat sich leicht aufgehellt und zum Wochenauftakt notierte Weizen 1,50 €/t fester. Auch der Kauf Algeriens von 400.000 t Weizen in Frankreich dürfte die Kurse stabilisiert haben.
 
Der Zustand der Weizenflächen in Großbritannien lässt Bedenken aufkommen. Nach dem nassen Sommer und Herbst des Vorjahres sind die Vorzeichen für diese Kampagne auf der ‚Insel‘ erneut alles andere als vielversprechend. Der Winterweizen hat dort erheblich unter der nassen Witterung gelitten. In Frankreich stehen die Weizenbestände ebenfalls nicht optimal. Das französische Getreideamt France AgriMer hat in der Vorwoche die Bonitierung der französischen Winterweizenbestände in die Kategorien ‚gut bis sehr gut‘ auf 66 Prozent reduziert.
 
Mais: Der Maishandel an der Matif stand im Zeichen der freundlichen Weizenkurse. Der Frontmonat März notierte 0,50 €/t fester. Das Handelsvolumen war für Mais sogar vergleichsweise gut und lag noch über dem Schnitt der vergangenen Wochen.
 
Raps: Bei Raps wollte in einem ruhigen Handelsgeschehen keine richtige Stimmung aufkommen. Die Kurse stand sogar zeitweise unter Druck, der Mai fiel bis 3,50 €/t ins Minus. Zum Börsenschluss gab es zumindest noch ein grünes Vorzeichen für den Frontmonat. Die neue Ernte notierte dagegen schwächer. Die Aussichten für die neue europäische Rapsernte sind überwiegend positiv, doch es gibt Ausnahmen. Während die Rapsbestände in Deutschland sehr gut stehen, leiden die Rapsfelder in Großbritannien unter erheblicher Nässe, und ein Großteil der Bestände bietet ein unerfreuliches Bild. Auch in Frankreich sollen die Rapsbestände zum Teil unter zu nassen Bodenbedingungen leiden.
In Winnipeg war die Börse feiertagsbedingt geschlossen.
 
Rohöl: Brent Crude Öl notierte etwas schwächer. Derzeit machen wieder pessimistischere Konjunktureinschätzungen die Runde. Die Ölexporte Saudi-Arabien sind auf den tiefsten Stand seit September 2011 gesunken, der Irak als zweitgrößter Opec-Produzent hat im Dezember zehn Prozent weniger Öl als im Vorjahr exportiert. Dies wurde als schwächeres Konjunktursignal gedeutet. Andererseits haben die Hedgefonds und spekulativen Anleger ihre Long-Positionen New Yorker Nymex weiter ausgebaut und wetten auf steigende Rohölpreise. (St)
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