Tageskommentar Rohstoffe: Raps setzt seinen Höhenflug fort


Die markantesten Kursgewinne an den Terminmärkten können weiterhin die Ölsaaten einheimsen. Am Vortag war es vor allem der Matif-Raps, der erneut deutlich zulegen konnten. Die Sojabohnen schlossen mit Ausnahme des Frontmonats nur mit kleinen Kursgewinnen. Für Weizen fehlten hüben wie drüben neue Impulse. Die Chicagoer Weizen -und Maisnotierungen gaben etwas nach. Rohöl schloss schwächer.
 
Weizen: Die Weizenbörsen blieben ohne erkennbare Impulse. An der Matif gab der Frontmonat Mai etwas nach, die neue Ernte notierte geringfügig fester. In Chicago standen die Weizennotierungen durch den festen Dollarkurs unter Druck und gaben nach.
 
Mais: In Chicago gaben die Maisnotierungen etwas nach. Die Bestätigung des USDA über den angeblichen Maiskauf Chinas am vergangenen Freitag ist bisher ausgeblieben. In den USA rechnet man durch warmes Wetter und günstigeren Bedingungen in Mittleren Westen mit einer frühen Maisaussaat. Dies drückte etwas auf die Kurse, denn eine frühe Maisaussaat geht in der Regel mit guten Erträgen einher. Der IGC hatte vor kurzem eine neue globale Rekord Maisernte von 880 Mio. t prognostiziert. Parallel dazu soll aber auch die weltweite Nachfrage auf 884 Mio. t steigen, so dass auch bei der großen Maisernte keine neuen Bestände aufgebaut würden.
Die Maiskurse an der Matif knüpfen an die Vortage an und schlossen erneut etwas fester.
 
Sojakomplex: Die Sojabohnennotierungen brachten es am Vortag nur zu minimalen Kursgewinnen. Für den ausgelaufenen Frontmonat März fielen die Notizgewinne etwas höher aus. Die Chicagoer Börsenhändler vertreten die Ansicht, dass die Sojabohnenpreise noch weiter ansteigen müssen, um zusätzliche Flächen bei der kommenden US-Frühjahrsausaat zu requirieren.
Der Streik der Hafenarbeiter in Argentinien soll erst einmal beendet sein. Die südamerikanischen Sojabohnenerträge fallen nach ersten Einschätzungen enttäuschender als erwartet aus. Dies lässt möglicherweise neue Korrekturen der Bohnenernten in Südamerika erwarten.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif setzten ihren Höhenflug fort und legten für alle Termine bis einschließlich Februar kommenden Jahres mehr als 4 €/t zu. In Winnipeg fehlten dem Canola-Raps deutlichere Impulse vom Sojakomplex und die Kurse schlossen nur gut behauptet.
 
Rohöl: Ein fester US-Dollarkurs drückte auf die Rohölnotierungen und die Kurse gaben nach. In Cushing, dem US-Andienungsort für Rohöl, sind die wöchentlichen Lagerbestände und 2,5 Mio. Barrel angestiegen Saudi-Arabien hat zudem erklärt, dass es „vermeintliche oder reale“ Produktionsausfälle des Irans kompensieren werde. Trotz der Irak Krise gelten die Rohölmärkte als reichlich versorgt. (St)
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