Tageskommentar Rohstoffe: Rapskurse kommen mit einem blauen Auge davon


An der Matif schlossen die Weizennotierungen für den Termin November schwächer. Auch in Chicago kam es bei den Weizenfutures zu einer Gegenreaktion und die Kurse gaben nach. Schwächetendenzen lassen sich jedoch keine erkennen. Die Chicagoer Maisnotierungen konnten sich nicht ganz behaupten. Der Sojakomplex setzte seine Aufwärtstendenz mit moderaten Kursgewinnen fort. Raps schloss leicht im Minus. Die Rohölnotierungen zogen weiter an.
 
Weizen: Mit einer Gegenreaktion haben die Weizenkurse an der Matif auf die zuvor strammen Notizgewinne reagiert. Zwischen zeitlich lagen die Kurse für November fast 10 €/t im Minus. Zum Börsenschluss hielten sich die Verluste mit 3,50 €/t für November und die Folgemonate in Grenzen. Damit fiel die Kurskorrektur nur moderat aus. Als Kuriosität schloss der Frontmonat August bei minimalem Umsatz im Plus.
In Chicago kam es ebenfalls einer Gegenreaktion und der Dezember gab 5 US-$/t nach. Der Kursrückgang dürfte allenfalls zu einer leichten Abkühlung geführt haben. Russland will offiziell an seiner Exportpolitik für Getreide festhalten, doch das hat den Markt kaum kaum beeindruckt. Analysten bezweifeln, dass es dabei bleiben wird. Die offizielle Schätzung für die russische Getreideernte wurde auf 70 bis 75 Mio. t zurückgenommen. Danach könnte die russische Getreideernte bis zu einem Viertel kleiner als im Vorjahr ausfallen.
 
Mais: In Chicago konnten sich die Maisnotierungen knapp behaupten. Nur die vorderen Termine gaben geringfügig nach. Mais machte die kurze Abwärtsbewegung des Weizens nicht mit. Fundamentale Neuigkeiten fehlen und auch der schwache Dollar brachte keine Unterstützung für die Notierungen.
An der Matif wurde der Frontmonat August mit einem Minus von 11 €/t deutlich gebeutelt, denn morgen ist der letzte Handelstag für den Augustkontrakt. Auch die übrigen Termine gaben mit den schwächeren Weizennotierungen nach.
 
Sojakomplex: Die Sojabohnennotierungen konnten nach schwachem Start die Sitzung im grünen Bereich beenden. Zunächst hatten Gewinnmitnahmen auf die Kurse gedrückt. Der Markt bleibt stabil. Für die neue Kampagne bleibt China mit stetigen Bohnenkäufer ein stützender Faktor. Sojaschrot notierte für die alte Ernte etwas schwächer. Die Wetteraussichten für die US-Sojabohnen sind durchwachsen. In mittleren Westen ist es etwas zu nass, im Delta zu heiß und trocken.
 
Raps: Mit einem blauen Auge kamen die Rapsnotierungen an Matif davon. Zwischenzeitlich war der November bis 10 €/t ins Minus abgerutscht. Bei Börsenschluss gab es nur minimale Kursverluste von 0,50 bis 1,00 €/t für die laufende Kampagne. Auch am Rapsmarkt dürften Gewinnmitnahmen für die Preisirritationen gesorgt haben. Aus dem abgelaufenen Augustkontrakt werden 20.750 t angedient. Davon entfallen 7.150 t auf Würzburg und 7.500 t auf Vahldorf am Mittellandkanal.  
Winnipeg hatte nach den ausgefallen Handelstag am Wochenanfang Nachholbedarf und regierte auf die zwischenzeitlich gestiegenen Sojabohnenpreise mit einem Plus von 5,70 Can-$/t für November. Auch stärkeres Export-Interesse half dem Preisauftrieb.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen legten noch einmal zu und schlossen über 82 US-$/Barrel. Ein schwächerer US-Dollarkurs  und Spekulation über rückläufige Rohöl-Lagerbestände in den USA wirkten stimulierend. (St)
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