Tageskommentar Rohstoffe: Rapsnotierungen legen deutlicher zu

Im Gegensatz zu Chicago zeigten die Weizenkurse an der Matif eine freundlichere Tendenz und schlossen mit kleinen Kursgewinnen. In Chicago gab es dagegen sowohl für Weizen und Mais Notizverluste. Die Sojabohnen konnten an den festeren Vortag nicht anknüpfen und notierten ebenfalls schwächer. Raps hob sich in Paris mit deutlicheren Kursgewinnen von übrigen Märkten ab. Die Rohölnotierungen setzten ihre Aufwärtsbewegung fort und WTI-Rohöl durchbrach die Linie von 100 US-$/Barrel.
  
Weizen: In Chicago gaben die Weizennotierungen ihre Gewinne vom Vortag wieder komplett ab und schlossen fast 6 US-$/t im Minus. Zeitweise bewegten sich Notierungen noch deutlicher im roten Bereich. Ein festerer US-Dollarkurs und Einschätzungen, dass die Vortagsrallye keinen fundamentalen Hintergrund hatte, drückten auf die Kurse. Die offenen Weizenpositionen in Chicago sind um 9.000 Kontrakte gefallen, so dass der feste Vortag auf  Short-Abdeckungen beruhte.  
An der Matif tangierten die Schwankungen und die Börsentechnik in Chicago den Weizen wenig und die Futures schlossen bis zu 1,50 €/t im Plus. Der festere Dollarkurs könnte die europäischen Weizennotierungen etwas unterstützt haben, denn dadurch verbessern sich die Exportchancen für den EU-Weizen.  
Algerien soll seinen jüngsten Weizentender mit 400.000 bis 500.000 t in Südamerika gefüllt haben.
 
Mais: Etwas schwächeren externe Märkte und Druck auf die Commodities belasteten die Chicago Maiskurse und ließen sie mit einem leichten Minus schließen. Festere Rohölnotierungen milderten die Verluste ab. Die Ethanol-Produktion in den USA zeigt steigende Tendenz. In dieser Kampagne werden die USA aufgrund ihrer kleineren Maisernte 40 Prozent ihres Maisaufkommens zu Ethanol verarbeiten. Japan hat 800.000 t Mais in der Ukraine gekauft.
An der Matif konnte sich der Mais nur knapp behaupten.
 
Sojakomplex: Die Sojabohnen konnten nicht an ihre Vortagesgewinne anknüpfen und notierten schwächer. Sojaschrot hatte mit einem Minus von über 5 US-$/t stärkere Verluste als die Bohnen. Der festere US-Dollarkurs und gedrückte Konjunkturerwartungen gelten als Ursache. Hinzu kam, dass der Kauf Chinas von 10 Schiffsladungen mit US-Sojabohnen  nicht bestätigt wurde. In den Vortagen hatten die Aussichten auf größere chinesische Sojabohnenkäufe die Bohnenkurse stimuliert.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif setzen sich von den übrigen Märkten ab und schlossen auf allen Terminen mit Kursgewinnen bis zu 6 €/t. Die Impulse gingen von der neuen Ernte aus. Der August des kommenden Jahres schloss bei 393 €/t bewegt sich wieder auf die Marke von 400 €/t zu.
In Kanada war Stimmung für Canola-Raps ebenfalls sehr fest. Die Notierungen schlossen bis zu 9 Can-$/t im grünen Bereich.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen zogen weiter an und WTI-Rohöl durchbrach erstmals seit Juli dieses Jahres wieder die Marke von 100 US-$/Barrel nach oben. Der Durchbruch könnte ein Signal für die Anleger auslösen. Den Impuls sollen rückläufige Rohölbestände in USA gegeben haben. Allerdings stiegen in die wöchentlichen Bestände von Benzin und Destillaten doppelt so hoch an, wie die Rohölbestände zurückgingen. Bei Brent Crude setzte sich zum Tagesende eine etwas schwächere Tendenz durch und die Kurse schlossen mit leichten Verlusten. (St)
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