Tageskommentar Rohstoffe: Rapsnotierungen schließen schwächer

Mit moderaten Notizgewinnen schlossen die Weizenfutures an der Chicagoer Börse und in Paris. Für Mais gab es dagegen eine Kurskorrektur nach unten. Der Sojakomplex notierte schwächer. Raps musste etwas größere Verluste einstecken. Die Differenz zwischen den Rohölsorten Brent Crude und WTI geht weiter auseinander.
 
Weizen: An der Matif und der Chicagoer Börse konnten sich die Weizennotierungen nach moderaten Kursgewinnen gut behaupten. Die Chicagoer Notierungen notierten zum Schluss allerdings deutlich unter den Tages-Höchstständen. Ein schwacher US-Dollarkurs und rückläufige Mais- und Sojanotierungen drückten etwas auf den Weizen. Gute Aussichten auf Exporte und die Trockenheit in Teilen der US-Plains sowie in China brachten aber Unterstützung. Nach scharfen Frösten rechnet man in den USA mit Schäden auf Flächen, die nicht von einer Schneedecke geschützt sind. Sollte die Trockenheit in den großen chinesischen Weizenanbaugebieten anhalten, könnte China einen Importbedarf von 4 Mio. t Weizen bekommen, vermuten Analysten.
Der Irak hat 350.000 t Weizen gekauft, davon 200.000 t in den USA und den Rest aus Australien. Tunesien hat sich mit 100.000 t Weizen eingedeckt und doppelt so viel gekauft, als geplant. Ägypten hat die reibungslose Abwicklung der Weizenimporte zugesichert.
 
Mais: Technische Verkäufe in einem überverkauften Markt und Gewinnmitnahmen drückten die Maisnotierungen in Chicago über 4 US-$/t ins Minus. Nach einer Projektion des USDA für 2011/12 könnten die US-Maisanbauflächen um 3,8 Prozent ansteigen. Dies soll sich belastend auf die Notierungen ausgewirkt haben. Die Zahlen stammen allerdings vom November und Ende Februar gibt es bei der US-Outlook-Konferenz ein Update der Flächeprognose.
Der Matif gab es ein leichtes Plus für die Maiskurse.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex setzte seine Konsolidierungsphase fort und die Bohne schloss fast 5 und Schrot fast 3 US-$/t im Minus. Zurzeit werden Risikoprämien aus den Futures genommen und die Aufwärtsdynamik ist abgeflacht. Aus Südamerika bleiben neue negative Nachrichten aus. Mit dem Erntebeginn in Brasilien befürchtet man zudem eine rückläufige Nachfrage Chinas nach US-Bohnen. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 920.000 t deuten erst einmal noch auf rege Verladungen hin. Nach der USDA-Prognose vom November würde die US-Sojabohnenfläche im Frühjahr nur wenig ansteigen.
 
Raps: Die Rapsnotierungen in Paris gaben für die alte Ernte 5,50 €/t und für den August 4,50 €/t nach. Die Notierungen standen in der ganzen Sitzung unter Druck, aber zum Börsenschluss fielen sie stärker ins Minus. Dies lässt auf Gewinnmitnahmen schließen. Auslöser könnten aber auch der schwächere Sojakomplex oder schwache Canola-Kurse gewesen sein.
In Winnipeg fielen die Korrektur mit einem Minus fast 14 Can-$/t weitaus stärker aus. Große Verkäufe der Fonds lösten den Einbruch aus. Ein schwächerer kanadischer Dollarkurs bremste die Verluste noch etwas ab.
 
Rohöl: Die Rohölpreise haben sich erneut uneinheitlich entwickelt. Während Brent Crude Öl fester notierte und zwischenzeitlich auf 104 US-$/Barrel anstieg, gaben die WTI-Rohölnotierungen an der New Yorker Börse nach. Sie fielen auf unter 85 US-$/Barrel. Damit hat sich der Spread zwischen den beiden Ölsorten auf fast 18 US-$/Barrel ausgeweitet. Der Kursanstieg der Crude Ölnotierungen wird auf die Unruhen und wachsenden Spannungen in Algerien zurückgeführt. (St)
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