Tageskommentar Rohstoffe: Shortabdeckungen vor neuen USDA-Zahlen


Positionsbereinigungen und Short-Abdeckungen vor dem heutigen USDA-Report führten an der Chicagoer Börse zu technischen Kursgewinnen. Fundamentale Gründe fehlen. Angeführt wurde die kleine Rallye von den Sojabohnen, aber auch Mais und vor allem Weizen konnte davon profitieren. An der Matif schlug sich dies in höheren Rapspreisen nieder, das Plus bei Weizen und Mais hielt in Grenzen.
 
Weizen: Short-Abdeckungen und festere Sojabohnenotierungen bescherten den Weizennotierungen in Chicago eine kleine Erholungsphase. Die Kurse konnten sich um knapp 4 US-$/t befestigen. Die spekulativen Fonds haben in der vergangenen Woche ihre Shortpositionen weiter auf über 66.000 Kontrakte ausgebaut. Dies lässt künftig die eine oder andere kurzlebige Rallye für die Weizennotierungen erwarten, wenn die Positionen glattgestellt werden. Fundamental bleibt die Luft für den Weizen nach oben dünn. Irak hat seinen ersten Weizenkauf in diesem Jahr von 400.000 t in Kanada getätigt.
An der Matif gab es nach den Vorgaben aus den USA ein Plus von 1 €/t für die beiden vorderen Termine.
 
Mais: Auch bei Mais kamen die Impulse für kleinere Notizgewinne vom Sojakomplex und von Positionsbereinigungen. Nach den erheblichen Preisrückgängen im den vergangenen Wochen hat der Markt nach Ansicht von Analysten durchaus etwas Potenzial oben. Immerhin befinden sich die Maispreise seit dem Januar-Report des USDA in einer Abwärtsbewegung. Dabei hat die psychologische Widerstandslinie von 350 Cents/Bushel oder 138 US-$/t jedoch gehalten.
An der Matif schlossen die Maispreise nach leichten Kursgewinnen für März mit 133 €/t.
 
Sojakomplex: Die Sojabohnen führten die kleine Rallye an und legten fast 6 US-$/t zu. Bei Sojaschrot fielen die technischen Kursgewinne etwas kleiner aus, denn die spekulativen Käufe konzentrierten sich bei den Nachprodukten auf Sojaöl. Der heutige USA-Report dürfte eine Anhebung der Ernteschätzungen in Südamerika bringen. In Paraguay hat die Sojabohnenernte begonnen. Man rechnet mit einer Ernte von 7 Mio. t, nachdem im Vorjahr gerade einmal 3,8 Mio. t geerntet wurden. Die Wetterbedingungen in Südamerika bleiben vorteilhaft für die Bohnen und Mais.
 
Raps: Vom Raps gibt's nur Positives zu berichten. Die Matif nahm die Vorgaben aus Chicago dankend an und die Kursgewinne von 2,75 €/t für müssten in erster Linie den Sojabohnen zugeschrieben werden. Vom Rohöl kamen allenfalls unterschwellige Impulse. Die Unterstützung der Matif-Notierungen durch fehlendes Kassamarktgeschäft hält an.
In Winnipeg gab es für die Canola sogar ein Plus von 5,40 Can-$/t. Festere Sojaölnotierungen, ein schwächerer kanadischer Dollarkurs und mangelnde Verkaufsbereitschaft der Farmer brachten die Kurse hoch.
 
Rohöl: Nach den heftigen Verlusten der Vorwoche konnten sich die Rohölnotierungen leicht erholen. Der neuerliche Wintereinbruch an der Ostküste der USA dürfte die Kurse etwas gestützt haben. (St)
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