Tageskommentar Rohstoffe: Soja gibt seine Gewinne wieder ab

Die Weizennotierungen an der Matif zeigten wenig Dynamik und schlossen nahezu unverändert. Auch in Chicago blieben größere Preisbewegungen aus. Mais konnte seine freundlichere Tendenz mit leichten Kursgewinnen an der Chicagoer Börse behaupten. Der Sojakomplex gab seine Vortagesgewinne größtenteils wieder ab. Raps zeigte sich erneut wenig tangiert von den externen Entwicklungen und hielt sich im grünen Bereich. Rohöl konnte seinen Aufwärtstrend nicht weiter fortsetzen und gab etwas nach. Die Vorgaben der Chicagoer Börse lassen etwas schwächere Terminmärkte zum Wochenstart erwarten.
 
 Weizen: Die Weizenfutures blieben ohne anregende Impulse. Weder in Chicago noch in Paris gab es nennenswerte Kursbewegungen. In Chicago war die Tendenz unterschwellig etwas schwächer, doch Shortabdeckungen hielten die Notierungen oberhalb der Null-Linie.
Die Ukraine hat die Schätzung für seine Getreideernte um 1 Mio. t auf 54 Mio. unter oben korrigiert. Dies könnte  Getreideexporte von 11 Mio. t ermöglichen. Der für die kommende Ernte ausgesäte Winterweizen hat erheblich unter der Trockenheit gelitten und 39 Prozent der Feldbestände werden offiziell als ‚schlecht‘ bonitiert.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen hoben sich mit kleinen Kursgewinnen von den übrigen Agrarfutures etwas ab. Die leicht gedrückten Aktienmärkte und rückläufige Rohölkurse ließen kein größeres Plus zu. Unterstützung gab es durch Käufe der Verbraucher und und Hedger. Auch Spreads mit Käufen von Mais gegen Sojabohnenverkäufe brachten etwas Unterstützung.
An der Matif hielt sich Mais im neutralen Bereich.
Die Ukraine will nach offiziellen Einschätzungen 13 Mio. t Mais exportieren. Dies wäre erheblich mehr als die jüngste USDA-Schätzung von 7,5 Mio. t.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex gab seine Vortagesgewinne größtenteils wieder ab. Sojabohnen und Sojaschrot schlossen über 6 US-$/t im Minus. Die Kursverluste werden auch auf eine Gegenreaktion auf Vortag zurückgeführt. Ein nachhaltiger Aufschwung lässt sich noch nicht erkennen, denn die Kurse fielen wieder deutlich unter ihre Tageshochs. Die schwächeren externen Märkte, gedrückte Rohölnotierungen, niedrige Exportzahlen sowie Spreadhandel von Soja gegen Mais drückten auf die Kurse. Die Aussaatbedingungen für Sojabohnen in Südamerika sind zudem sehr vorteilhaft.
 
Raps: Raps scherte sich um die externe Vorgaben erneut herzlich wenig und schloss für November 3,75 €/t fester. Für den Februar gab es nur kleine Kursgewinne. Damit hat sich die Kursdifferenz zwischen November und Februar auf über 26 €/t ausgeweitet. Dies ist der ungewöhnlich hoch, zumal der Novemberkontrakt heute seinen letzten Handelstag hat. Man darf gespannt sein, mit welchem Spread sich der November vom Parkett verabschiedet. Heute Morgen standen noch 2853 Positionen für den Novemberkontrakt offen.
Canola-Raps in Winnipeg schloss in Sympathie mit Sojabohnen schwächer.
 
Rohöl: Rohöl setzte seine Aufwärtsbewegung erst einmal aus und gab nach. Für Brent Crude-Öl setzte es mit einem Minus von mehr als 2 US-$/Barrel die größeren Notizverluste. Fehlende Impulse von den Aktienmärkten und Gegenreaktionen oder Gewinnmitnahmen nach den vorherigen strammen Kursgewinnen bestimmten die Sitzungen. (St)
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