Tageskommentar Rohstoffe: Sojabohne für vordere Monate noch fest gestimmt


Ein festerer Dollar und negative externe Daten gaben den meisten Commodities gestern nochmals einen negativen Schub. Sowohl in Paris wie auch in Chicago mussten Weizen und Mais Verluste einstecken. Die Sojabohne war für die vorderen Termine allerdings  noch fest gestimmt. Das gute Wetter in Brasilien limitiert die positiven Aussichten in den späteren Monaten. Raps in Paris sah gestern etwas Auftrieb. Rohöl kann heute Morgen dank der guten Konjunkturdaten aus China punkten.
Heute Morgen bestätigt die elektronische Börse in Chicago die feste Tendenz beim Sojakomplex. Mais und Weizen gehen erneut schwächer in den Tag.

Weizen: Weizen in Paris wie in Chicago musste nochmals Verluste einstecken. Die Exporte für den US-Weizen standen Ende vergangener Woche bei 59,5 Prozent der USDA-Erwartungen im Vergleich zu 71 Prozent im Fünf-Jahres-Schnitt. Weiterhin hofft der Handel auf einen lebhafteren Handel aufgrund der deutlichen Preisabschläge beim Weizen. In Paris sah der Weizen Verluste von bis zu 5,50€/t im Januar 2013.

Mais: Der festere Dollar und die anhaltend schwache Nachfrage schickte auch den Mais weiter in die Verlustzone. Auch wenn die Exportzahlen den Erwartungen des Marktes entsprachen, liegen sie weiterhin unter den notwenigen Daten, um die Vorhersagen des USDA zu bestätigen. 43 Prozent gegenüber dem Fünf-Jahres-Schnitt von 52 Prozent wurden bis zur vergangenen Woche exportiert. In Paris lag der Maispreis gestern 3,75 €/t unter dem Vortageskurs für den Januar 2013.

Sojakomplex: Der Sojakomplex tendierte uneinheitlich. Die Januarbohne schloss den Tag mit moderaten Gewinnen nach erneuter eindrucksvoller Exportnachfrage. Die wöchentlichen Exporte mit gut 1,3 Mio. t sprengten alle Erwartungen. Bis zum 6. Dezember legte sich die US-Exportrate mit 81 Prozent über den Schnitt von 65 Prozent. Ab Juli 2013 war die Bohne in Chicago allerdings wieder schwächer gestimmt. Das gute Wetter in Brasilien limitiert die langfristigen Gewinne. Ähnlich sah es auch beim Schrot aus, dass für die vorderen Termine Stärke demonstrierte, ab September 2013 aber nachgab. Auch das Schrot wurde durch die Exporte gestützt. Mit 71,4 Prozent lag es über dem Schnitt von 45 Prozent. Öl dagegen tendierte leicht schwächer auch wenn die Verkäufe mit 76 Prozent über dem Schnitt von 37 Prozent lagen.

Raps: Raps in Paris legte gestern nach einigen eher auf Verlust gestimmten Tagen erstmals wieder zu. Die Gewinne hielten sich mit 2,75 €/t aber in Grenzen. Canola in Winnipeg bewegte sich ebenfalls wieder in positivem Terrain.

Rohöl: Nachdem der US-Haushaltsstreit die Rohölpreise gestern stärker belastete, bekamen sie heute Morgen wieder Rückendeckung von positiven Konjunkturdaten aus China. Am Morgen lag der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Januarlieferung bei 108,40 US-Dollar. Der Kurs für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 86,58 Dollar. (dg)
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