Tageskommentar Rohstoffe: Stramme Kursgewinne für den Weizen

Die Weizennotierungen in Chicago und in Paris haben sich deutlich befestigt. Die Stimmung scheint besser geworden zu sein, denn es lassen sich keine neuen fundamentale Erkenntnisse ausmachen. Auch Mais setzte seine Aufwärtstendenz fort. Der Sojakomplex notierte ebenfalls fester. Raps profitierte von der Rallye mit Notizgewinnen. Die Rohölpreise zogen erneut an.
 
Weizen: An der Matif starteten die Weizenpreise freundlich, doch erst mit der Öffnung der Chicagoer Börse setzt eine regelrechte Rallye ein. Die Kurse zogen bis zu 10 €/t nach oben. In Chicago fielen die Kursgewinne mit rund 15 US-$/t ähnlich hoch aus. Die Stimmung war freundlicher und als Erklärungsansatz diente nur ein schwächerer US-Dollarkurs. Fundamentale Gründe für die jüngste Rallye ließen sich keine erkennen.
 
Mais: Die Maiskurse in Chicago haben ihre seit Tagen anhaltende Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Für alle Termine schlossen die Kurse deutlich im Plus. Die festen Commodities und Rohölnotierungen, höhere Weizenkurse, freundlichere Aktienmärkte und gestiegene Ethanolnachfrage werden als Begründung herangeführt. In den kommenden Tagen soll es im US-Maisgürtel sehr heiß werden und der Mais könnte empfindlich auf Hitzestress reagieren, so Befürchtungen.
An der Matif bewegten sich die Maiskurse mit den Weizenpreisen nach oben und die neue Kampagne schloss bei vergleichsweise guten Umsätzen 6 €/t fester.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex bleibt im Aufwärtstrend, denn seit Anfang dieses Monats sind die Kurse stetig angezogen. Am Vortag schlossen die Bohnen über 7 US-$/t und Schrot über 5 US-$/t fester. Die Sojabohnenkurse nähern sich inzwischen wieder der Marke von 14 US-$/Bushel oder umgerechnet 514 US-$/t. Mögliche technische Käufe wurden als Ursache für den neuerlichen Kursanstieg angeführt. Hinzu kommen die sich verdichtenden Zeichen eines Wettermarktes.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif folgten der Aufwärtsbewegung der übrigen Märkte nur zögerlich. Erst spät kam es zu den Kursgewinnen von über 4 €/t für den November. Für den August fielen die Notizgewinne niedriger aus. Der Spread zwischen August und November hat sich inzwischen auf zehn €/t abgebaut.
In Winnipeg hielt die positive Stimmung für die Canola-Futures an und die Kurse schlossen um die 5 Can-$/t im Plus.
 
Rohöl: Die Rohölkurse bewegen sich weiter nach oben. Die Preisspitzen des Tages ließen sich zwar nicht halten, doch die WTI-Kurse scheinen langsam aber sicher wieder auf die 100-US-$/Barrel und Brent Crude Öl auf 120 US-$/Barrel zuzusteuern. Ein schwächerer US-Dollarkurs und höhere Rohöllagerbestände in den USA sorgten am Vortag für Unterstützung. Die Internationale Energieagentur IEA rechnet für 2012 mit einem Nachfrageanstieg nach Rohöl von 1,6 Prozent. Die Schätzung der Opec-Mitglieder liegt nur knapp darunter. (St)
 
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