Tageskommentar Rohstoffe: Uneinheitliche Märkte bei schwachem Euro


Weizen und Mais konnten ihre Stärke der vergangenen Tage behaupten. Die Schwäche beim Gold, den Energie- und Aktienmärkten sowie der feste Dollar änderten an dieser Situation wenig. Der Euro fällt auf ein Jahrestief. Der Sojakomplex musste einige Federn lassen. Raps verteidigte seine Gewinne ebenfalls. Rohöl verlor deutlich.

Weizen: Der Märzweizen in Chicago schloss den achten Tag in Folge fester und fand damit den höchsten Wert seit dem 10. November. Der starke Maismarkt und die anhaltende Sorge wegen des Wetters in Südamerika unterstützten auch den Weizen. Es gab einiges Kaufinteresse. Kasachstan berichtet von einer Rekordgetreideernte 2011 in Höhe von 26 Mio. t gut 12 Mio. t mehr als im Vorjahr. Auch in Paris zeigte der Weizen erneut Gewinne.

Mais: Auch der Märzmais in Chicago schloss fester. Der Mangel an Regen in Argentinien für die nächsten zehn Tage verhalf dem Markt zu weiterer Stärke in der späten Sitzung trotz der schwachen Signale von den externen Märkten. Sie konnten dem Wettermarkt nichts Wesentliches entgegensetzen. Die Schwäche bei den Sojabohnen wurde dann allerdings doch als limitierender Faktor für eine weitere Befestigung gesehen. In Paris setzte der Mais seine Festigkeit vom Vortag fort.

Sojakomplex: Die Sojabohne im März sah einen unruhigen und zweigeteilten Handel und schloss schließlich schwächer. Der Markt sah eine gewisse Korrektur nach unten, weil die Nachrichten aus Südamerika nicht wirklich neu waren. Es gab Gewinnmitnahmen. Der deutliche Verlust beim Gold und die Schwäche in den Energie- wie den Aktienmärkten sowie der festere Dollar drückten zusätzlich.

Raps: Canola in Winnipeg schloss am ersten Tag nach dem Weihnachtswochenende mit starken Gewinnen. Spekulative Käufe können hier der Hintergrund sein, um die Positionen am Jahresende glattzustellen. Raps in Paris verteidigte seine Gewinne vom Vortag, allerdings auf einem etwas niedrigeren Niveau.

Rohöl: Der Ölpreis gab gestern wieder deutlich nach. Die nicht mehr so freundlichen Aktienmärkte und ein stärkerer Dollar werden im Markt als Gründe gesehen. Die Nordseesorte Brent und der WTI (West Texas Intermediate) verbilligten sich. Der Preis für Rohöl aus Opec-Ländern dagegen konnte sich befestigen. (dg)
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