Tageskommentar Rohstoffe: Uneinheitliche Tendenzen kennzeichnen die Märkte


Weizen und der Sojakomplex musste in Chicago am Freitag wieder Gewinne abgeben. Mais konnte sich behaupten. Weizen in Paris konnte noch einmal leicht zulegen, Mais schloss uneinheitlich, aber nahezu unverändert. Raps musste ebenfalls Gewinne abgeben. Rohöl konnte nach einer schwachen Tendenz am Freitag zum Wochenbeginn wieder zulegen.

Weizen: Weizen in Chicago gab am Freitag auf alle Termine seine Gewinne des Vortages wieder ab. Wetterbedenken für die Schwarzmeerregion und China sowie eine Schwäche bei den Sojabohnen und eine festere Tendenz für den Dollar waren Gründe, um den Ball nach dem deutlichen Aufstiege am Donnerstag flach zu halten. Die wöchentlichen Exportzahlen waren schon schwach als die festeren Weizenpreise und die Einschätzung des Dollars die Aktivitäten zusätzlich limitierten. Europa verfügt zudem über exportfähigen Weizen und die Schwäche beim Euro zieht manchen Käufer an. In Paris konnte der Weizen noch leichte Gewinne verbuchen oder er zeigte sich unverändert.

Mais: Der Markt arbeitete sich am Freitag durch gegensätzliche Aussagen hindurch. Letztendlich schloss der Future weitestgehend fester. Die Rede von heißem und trockenem Wetter während der Bestäubungsphase unterstützte diese Tendenz. Auch die Schätzung eines Unternehmens, das seine Vorhersagen auf Satellitenbilder stützt, die Maisproduktion könnte 1,2 Mrd. Bushel unter der Vorhersage des Landwirtschaftministeriums liegen, löste ein gewisses Kaufinteresse aus. Der Dezember sah den höchsten Stand seit Ende Mai. Kurzfristige Vorhersagen treffen auf langfristige Prognosen- das hält den Markt in Bewegung. In Paris schloss der Mais uneinheitlich aber nahezu unverändert.

Sojakomplex: Wenn zur Hälfte der Sitzung der Markt auch fester gestimmt war, musste er zum Schluss wieder Gewinne abgeben. Der gesamte Komplex schloss am Freitag schwächer. Auch wenn zunächst eine neue Nachfrage aus China, weniger Druck von den externen Märkten als erwartet und Sorgen über das Wetter in den kommenden Wochen noch Unterstützung brachte, sorgten schließlich doch günstigere Aussichten auf die Witterungsbedingungen im Laufe des Tages für die Schwäche. Auch Gewinnmitnahmen schwächten den Tag. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium berichtet von einem Export von 410 000 t Sojabohnen nach China. Ägypten ist Käufer für 120 000 t Sojabohnen im Wirtschaftsjahr 2011/12.

Raps: Raps in Paris musste von seinen Gewinnen der Vortage auch wieder etwas abgeben. Gewinnmitnahmen könnten die Ursache sein. Aber auch das Rohöl tendierte zum Wochenschluss schwächer. Canola in Winnipeg stand noch leicht im Plus.

Rohöl: Zum Wochenende musste Rohöl wieder deutliche Verluste hinnehmen. Die globale schwierige Konjunktur, die angeschlagenen spanischen Banken und die bisher nicht erfüllte Hoffnung auf Gelder aus den USA für die angeschlagene Wirtschaft drückten auf den Preis. Zum Wochenbeginn drehte sich das Blatt wieder, nachdem Spanien sich unter den Eurorettungsschirm begeben hat. Die Ölpreise profitierten von dieser Entscheidung. (dg)
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