Tageskommentar Rohstoffe: Weitere Preiskorrekturen bei Weizen und Raps


Die Weizen- und Rapsnotierungen an der Matif gaben erneut nach. Gewinnmitnahmen und ein schwächeres Umfeld der Agrarfutures dürften auf die Notierungen gedrückt haben. Auch in Chicago notierten Weizen, Mais und Soja schwächer. Rohöl bewegte sich bei leichten Notizverlusten seitwärts.
 
 Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif gerieten am Wochenanfang erneut unter Druck und gaben bis zu 4,75 €/t bei unverändert guten Handelsvolumen nach. Gewinnmitnahmen dürften die Ursache gewesen sein.
In Chicago notierte Weizen moderat schwächer. Auch dort soll es zu Gewinnmitnahmen gekommen sein. In erster Linie folgten die Weizenkurse aber den schwächeren Mais- und Sojanotierungen. Die spekulativen Fonds in Chicago haben ihre Netto-Short-Positionen deutlich reduziert. Die US-Weizenernte ist zu 71 Prozent abgeschlossen. Die Weizenexporte aus den US-Ernte kommen in Gang, denn die Exportanmeldungen für diese Woche lagen bei 610.000 t. Der Irak hat einen Tender von rund 350.000 t Weizen aus aller Herren Länder gekauft.
 
Mais: Bessere Wetteraussichten zum Wochenanfang drückten auf die Chicagoer Maiskurse und ließen sie 5 US $/t schwächer schließen. Am Wochenende gab es in Mittleren Westen flächendeckende Regenfälle und die Aussichten für die kommenden Woche lassen Wachstumswetter erwarten. Die spekulativen Fonds setzen bei Mais auf steigende Preise und haben ihre Long-Positionen erheblich ausgebaut.  
An der Matif schlossen sich die Maiskurse der Abwärtsbewegung des Weizens an und notierten für August 5 €/t schwächer.
 
Sojakomplex: Auch die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen mussten mit einem Minus von etwa 5 US-$/t den geänderten Wetteraussichten Tribut zollen. Vorerst ist passables Wetter angesagt und es besteht kein Grund für Risikoprämien. Nach dem Kursanstieg von etwa 10 Prozent im Monatsverlauf sorgten auch Gewinnmitnahmen für die rückläufigen Notierungen am Vortag. Die US-Exportanmeldungen von 186.000 t Sojabohnen fielen bescheiden aus.
 
Raps: Die Rapspreise in Paris mussten für November Kursverluste von über 6 €/t einstecken, für August fielen sie mit 3,50 €/t niedriger aus. Gewinnmitnahmen dürften noch einmal für die rückläufigen Preise gesorgt haben, denn fundamental hat sich am Rapsmarkt nichts geändert. Die Korrekturen könnten aber auch signalisieren, dass das Vertrauen in weiter stark steigende Rapspreise an Grenzen stößt.
Gewinnmitnahmen drückten auch in Winnipeg auf die Canola-Notierungen, die für November knapp 3 Can-$/t nachgaben. Die schwächeren Sojaölnotierungen brachten zusätzlichen Druck auf die Canola Preise.
 
Rohöl: Nach kleineren Schwankungen pendelten sich die Rohölpreise bei einem leichten Plus zum Börsenschluss an der Nymex ein. Ohne fehlende Impulse scheinen die Notierungen in einer Seitwärtsbewegung einzuschwenken. (St)
 
stats