Tageskommentar Rohstoffe: Weizen an der Matif gut behauptet


Die Weizenpreise an der Matif notierten etwas freundlicher. In Chicago blieben die Weizenkurse ohne Anregungen. Die US-Maiskurse standen unter Druck und gaben erneut nach. Raps schloss nach Gewinnmitnahmen etwas schwächer. Rohöl konnte seine Vortagesgewinne nicht ganz halten.
 
Weizen: Die Weizennotierungen in Paris legten für November 1 €/t zu. Der November schloss nur noch knapp unter 180 €/t. Zwischenzeitlich bewegten sich die Kurse im Minus, denn der Freitag scheint ein Tag für Gewinnmitnahmen zu werden. Die Zahl der offenen Positionen hat sich trotz des erheblichen Umsatzvolumens nicht signifikant verändert.
In Spanien ist die Weizenernte zu 70 Prozent abgeschlossen. Man rechnet mit einer Weizenernte von 5,4 Mio. t, das wären fast 2 Mio. t über dem Vorjahr und die spanische Weizenernte würde in etwa das Niveau von 2008 erreichen.
In Chicago blieb der Weizen ohne Anregungen und schloss mit unwesentlichen Preisveränderungen. Marktführer waren die Börsen in Minneapolis und Kansas, an denen die Weizennotierungen anzogen. Darin drücken sich vermutlich die größeren Exporthoffnungen für die an diesen Börsen notierten besseren Weizensorten aus. In Argentinien liegt die Weizenaussaat durch regenbedingte Behinderungen 20 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.
 
Mais: Die kurzfristige Tendenz der Maisnotierungen in Chicago zeigt nach unten. Die Septembernotierungen fielen unter den 100-Tage Durchschnitt und das Chartbild suggeriert Schwäche. In einer Woche haben die Maiskurse 6 Prozent verloren. Bei passablen Wachstumsaussichten fehlen Argumente für einen Wettermarkt.
An der Matif fehlte Mais die Dynamik des Weizens. Die Kurse haben sich kaum bewegt.  
 
Sojakomplex: Die Sojanotierungen halten sich unverändert auf einem recht stabilen Niveau. Leichten Kursgewinnen für Sojabohnen standen wenig geänderte Sojaschrotnotierungen gegenüber. Es fehlt an Neuigkeiten, es wird nur Routine gehandelt.
China und Argentinien scheinen sich im Streit über die Lieferung von Sojaöl doch nicht einig geworden zu sein. Argentinien soll Strafzölle gegen Textilien aus China festgesetzt haben und dies deutet nach Meinung von Kommentatoren auf einen Affront beim Sojaöl-Handel hin.
 
Raps: Auch bei Raps scheint der Freitag an der Matif ein Tag der Gewinnmitnahmen zu werden, denn die Kurse schlossen auf allen Terminen etwas schwächer. Die Notierungen halten sich auf hohem Niveau und in einer Bandbreite 360 und 370 €/t. Neue Impulse lassen sich erst mit aussagefähigen Ergebnissen der europäischen Rapsernte erwarten.
In Winnipeg gaben die Rapskurse nach größeren Verkäufen der Farmer leicht nach. Die Dynamik scheint sich auch dort abgeschwächt haben. Nach Meinung von Analysten sind die Flächenverluste von Canola inzwischen eingepreist.
 
Rohöl: Auf dem zuvor angehoben Niveau leisteten sich die Rohölnotierungen in New York leichte Notizverluste. Nach Einschätzung von Analysten hat das spekulative Interesse an den Rohölfutures deutlich nachgelassen. Die Zahl der offenen Positionen an der Nymex soll auf den niedrigsten Stand seit der Lehmann-Pleite zurückgegangen sein. (St)
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