Tageskommentar Rohstoffe: Weizen und Raps schließen im Plus


Ohne Vorgaben der Chicagoer Börse boten die Notierungen an der Matif ein freundliches Bild. Weizen, Raps und Mais konnten gleichermaßen zulegen und schlossen mit Kursgewinnen. Die Rohölnotierungen gaben leicht nach. Heute Morgen bewegen sich die Notierungen an der elektronischen Börse in Chicago allesamt im Plus und lassen auch für die europäischen Märkte eine festere Eröffnung erwarten.
 
Weizen: Nach einem Zugewinn von 3,50 €/t schob sich die Märznotierung an der Matif wieder über 250 €/t. Das Handelsvolumen an der Matif war aufgrund der geschlossenen Chicagoer Börse allerdings äußerst dünn - ein Indiz für die enge Verzahnung der internationalen Terminmärkte. In die höheren Weizenkurse an der Matif könnte die Trockenheit in den US-Plains mit eingeflossen sein. Dort werden in den kommenden Tagen keine nennenswerten Niederschläge erwartet. Analysten rechnen aufgrund der zu trockenen Vegetationsperiode und den schwach entwickelten Winterweizenbestände bereits mit signifikanten Einbußen bei der kommenden US-Weizenernte.
 
Die Ukraine erwartet eine gute Weizenernte. Der Agrarminister des Landes hat kürzlich erklärt, er rechne mit einer Weizenernte von 19 Mio. t. Im Vorjahr hatte die Ukraine nur 15,5 Mio. t Weizen geerntet. Das Beratungsbüro UkrAgroConsult geht aufgrund der vorteilhaften Witterung im Herbst und Winter sogar von einer Weizenernte von 21 Mio. t aus.
 
Mais: Die Maiskurse an der Matif schlossen sich den freundlicheren Weizennotierungen an und notierten 1,75 €/t fester. An den physischen Märkten stehen die Maisnotierungen aufgrund der großen Drittlands-Einfuhren weiterhin unter Druck.
China hat nach den Zahlen der Zollbehörden des Landes im Jahre 2012 rund 5,2 Mio. t Mais importiert. Diese Zahl deckt sich in etwa mit der USDA-Zahl für das Wirtschaftsjahr 2011/12, in dem China erstmals größere Mengen Mais importiert hat. Für die laufende Kampagne erwartet das USDA nur Maisimporte Chinas in Höhe von 2,0 Mio. t.
 
Raps: Die Rapsnotierungen der Matif bewegten sich während der gesamten Sitzung auf freundlichem Terrain. Ohne störenden Einfluss von Chicago zogen die Notierungen 2,50 €/t für die alterntigen Termine an. Das Handelsvolumen war gegenüber den Vortagen allerdings unterdurchschnittlich. Auch in Winnipeg wurde Raps notiert. Die Canola-Kurse schlossen dort etwas schwächer.   
 
Rohöl: Rohöl notierte etwas schwächer. Der Preisanstieg vor der Jahreswende wird nach Einschätzung der Commerzbank im wesentlichen auf neue Investitionen der Anleger zurückgeführt. Die long-Positionen waren zuletzt sowohl für WTI-Öl als auch für Brent Crude Öl angestiegen. Seit Jahresanfang bewegen sich die Brent Crude Ölnotierungen mit Schwankungen in einer Seitwärtsbewegung. WTI-Rohöl konnte allerdings etwas aufholen und Preisdifferenz zur Nordsee-Ölsorte auf rund 16 US-€/t reduzieren. (St)
stats