Tageskommentar Rohstoffe: Weizenkurse legen weiter zu


Der Preisanstieg der Weizenkurse an der Matif hat sich fortgesetzt. Auch in Chicago konnte Weizen kleinere Notizgewinne verbuchen. Mais setzte seinen Aufwärtstrend an der Matif fort, notierte in Chicago aber nur knapp behauptet. Der Sojakomplex konsolidierte sich bei moderaten Kursgewinnen. Raps hatte leichte Notizverluste. Rohöl notierte erneut etwas schwächer. Heute sind die europäischen Börsen auf sich angewiesen, denn in den USA ist Feiertag und in Chicago finden keine Notierungen statt.
 
Weizen: Die Sorge um die europäischen Weizenbestände hält an und die Weizenpreise in Paris legten noch einmal 1,75 €/t zu. Damit hat der November die 150 €/t überschritten und die Weizenpreise haben das Niveau vor dem Einbruch im Juli 2009 erreicht.
In Chicago kam der Weizen mithilfe von Shortabdeckungen zu kleineren Kursgewinnen. Die Weizenfutures bewegen sich auf den höchsten Stand seit sieben Wochen und seit knapp einem halben Jahr wieder über dem 100-Tagesdurchschnitt. Auch die US-Kassamärkte sind fest, denn der in Chicago notierte Soft-Red Winterweizen notiert trotz Erntedruck auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten.
 
Mais: Gewinnmitnahmen nach der Rallye der Vortage ließen die Maisnotierungen in Chicago leicht im Minus schließen. Die Wachstumsbedingungen für die US-Maisernte sind weiterhin gut bis sehr gut. Die Wettervorhersagen sind etwas zwiespältig. Die zuletzt gesunkene Zahl der offenen Positionen bei den Maisfutures beruht nach Meinung von Chicagoer Händlern auf Glattstellungen und Shortabdeckungen. Ein Ausstieg der Fonds aus den Maisfutures lasse sich nicht erkennen, so die Einschätzungen.
An der Matif gab es erneut Notizgewinne für Mais bei recht gutem Volumen von über 1.000 Kontrakten.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex befindet sich weiterhin auf Konsolidierungskurs. Moderate Kursgewinne kurz vor Börsenschluss für Sojabohnen und Sojaschrot beruhten auf Positionsbereinigungen vor dem verlängerten Wochenende. Fundamentale neue Einflüsse lassen sich keine erkennen, Soja scheint in eine Seitwärtsbewegung einzuschwenken.
 
Raps: An der Matif machen sich vor Beginn der Rapsernte kurzfristige Korrektureinflüsse bemerkbar. Die Rapsnotierungen gaben noch einmal leicht nach, der August hielt sich bei 325 €/t. Der November verlor etwas mehr und der Preisunterschied von August zum November hat sich dadurch gerade einmal auf 4 €/t reduziert. Die Aussichten bleiben weiterhin stabil, zumal die Ukraine schlechte Rapserträge aus der Ernte vermeldet.
In Winnipeg ging man getrennte Wege. Die Kurse für die neue Ernte legten bis zu 5 Can-$/t zu. Im Andienungsmonat Juli stiegen die Canola-Kurse technisch bedingt sogar um 9 Can-$/t. Auch der kanadische Rapsmarkt bleibt fest.
 
Rohöl: Die Korrekturphase beim Rohöl hat sich fortgesetzt. Nach neuerlichen Notizverlusten schloss  Rohöl an der Nymex nur noch wenig über 72 US-$/Barrel. Vor allem die Sorgen über die gebremsten Konjunkturaussichten in China drückten trotz eines schwächeren US-Dollarkurses auf die Notierungen. (St)
 
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