Tageskommentar Rohstoffe: Weizennotierungen setzen Konsolidierung fort


Mit den Regenfällen in Russland haben sich die Weizenpreise etwas abgekühlt. Sowohl in Chicago als auch in Paris gaben die Notierungen noch einmal nach. Mais setzte in Chicago mit Kursgewinnen Kontrapunkte. Auch der Sojakomplex notierte fester. Raps schloss an der Matif mit kleinen Zugewinnen. Die Rohölnotierungen konnten sich behaupten.
 
Weizen: Die Konsolidierung an den Weizenmärkten hält an. Die Regenfälle in Russland haben die Weizennotierungen an der Matif nach Kursverlusten von 6,75 €/t für November wieder auf das Niveau von vor der USDA Schätzung zurückgeholt. In Chicago haben die Weizenkurse in den vergangenen drei Tagen 22 US-$/t verloren und die Gegenreaktion fiel heftiger aus. Sollten aus Russland keine extreme Meldung mehr kommen, könnte die kleinere russische Weizenernte in den Börsennotierungen erst einmal eingepreist sein. Es geht jetzt nur noch um die Herbstaussaat in Russland.
Spanien schätzt seine Weizenernte offiziell auf 4,8 Mio. t. Das wären 42 Prozent mehr als im Vorjahr, als eine schlechte Weizenernte eingefahren wurde. Die Ukraine hat die Getreideexporte bis zum Jahresende auf 3,5 Mio. t begrenzt. Ägypten hat 55.000 t Weizen in den USA gekauft. Tunesien geht von einer 1,1 Mio. t kleinere Weizenernte als im Vorjahr aus.
 
Mais: In einer späten Rallye machen sich die Maispreise in Chicago vom Einfluss des Weizens frei und schlossen mit Kursgewinnen. Die Maisbestände in den USA wurden etwas schwächer als in der Vorwoche bonitiert, der Zustand bleibt aber überdurchschnittlich.
Spanien hat die Schätzung für seine Maisernte um acht Prozent auf 3,2 Mio. t zurückgenommen. Die Matif notierte den Novembertermin 5 €/t schwächer als am Vortag.
 
Sojakomplex: Die Rohölnotierungen halten sich trotz Schwankungen auf hohem Niveau. Die Novemberbohne schloss knapp 4 US-$/t fester, Sojaschrot legte knapp 5 US-$/t zu. Unsichere Wetteraussichten für die US-Bohnen wurden als Argument ins Feld geführt. In Iowa wurden Symptome beobachtet, dass die Pflanzen in den Beständen plötzlich absterben. Sollte sich dies in größerem Umfang bestätigen, wären größere Ertragsausfälle zu erwarten.
China bleibt ein stüzender Marktfaktor und hat seit der dritten Julidekade 2,9 Mio. t Sojabohnen in den USA gekauft.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif scheinen in einer stabile Bandbreite einzuschwenken. Mit leichten Notizgewinnen wurden die kleinen Kursverluste des Vortags nahezu kompensiert. Zwischenzeitliche Schwächeanfälle wurden mithilfe festerer Sojabohnenkurse überwunden.
In Winnipeg gab es ein unwesentliches Minus für die Canola-Notierungen. Die deutlichen Preisanstiege der Vortage animierten zu Gewinnmitnahmen.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen deuten unterschwellig eine etwas schwächerer Tendenz an. Die freundlicheren Aktienmärkte schlugen sich beim Rohöl nur in einem leichten Notizgewinn wieder. Die Kurse konnten sich über 75 US-$/Barrel halten. (St)
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