Tageskommentar Rohstoffe: Weltweite Konjunkturdaten schwächen Agrarmärkte


Schwache Konjunkturdaten weltweit, die Schuldenkrise in Europa  und negative Arbeitsmarktdaten in den USA belasteten am Freitag die Börsen. Weizen, Mais, Soja und Rohöl zeigten eine negative Tendenz. Weizen und Raps in Paris  konnten sich  der schwächeren Tendenz auch nicht entziehen.  
Weizen: Der Weizen zeigt weiter Schwäche. In Chicago fiel der Juli-Weizen auf sein niedrigstes Niveau seit Mitte Mai. Die Verkäufer an der Börse blieben im Laufe des Tages aktiv und hielten den Markt unter Druck. Ein  festerer US-Dollar drosselte das Interesse an US-Weizen. Der schwächere Euro könnte mehr Export aus der EU bedeuten, aber der im Vergleich zu Mais höher bewertete Weizen bremst aktuell das Interesse an Weizen als Futtergetreide aus. Zudem kam Druck von der zum Teil bereits begonnenen Ernte in den USA.  In Paris konnte sich der Weizen der schwachen Tendenzen aus Chicago und der entlastenden Wetterberichte aus den  Weizenanbauregionen der Welt nicht mehr entziehen und gab ebenfalls nach.
Mais: Während der Juli - Mais in Chicago leicht fester schloss, ließ  ein  Wettertrend für die kommenden sechs bis zehn Tage  den Dezember-Mais in Chicago zum Schluss der Sitzung Schwäche zeigen. Fehlende Verkäufe, vor Allem nach den dürftigen  Exportneuigkeiten und wirtschaftlichen Nachrichten am Morgen unterstützten die Schwäche. In Paris zeigte auch nur noch der  Juni-Kontrakt eine leicht festere Tendenz im Vergleich zum  Vortag.  Alle neuerntigen Termine gaben nach.
Sojakomplex: Die Juli- Bohne sah zur Hälfte der Sitzung eine deutliche Wendung zur Festigkeit, nachdem sie  zu Beginn zunächst schwächer gestimmt war. Ein Zusammenbruch der Aktienmärkte und schwache ökonomische  Neuigkeiten aus China und Europa über Nacht sowie schlechte Beschäftigungszahlen aus den USA belasteten den Markt zunächst. Dann wiederum unterstützten  Technik und  schlechte Wetteraussichten für die USA die Kurse wieder.
Raps: Jetzt musste  sich auch der Raps in Paris  der allgemeinen Schwäche stärker als an den anderen Tagen  fügen. Die Verluste lagen im  August bei 3,25 €/t. Ebenso zeigten sich die Kurse für Canola in Winnipeg schwächer als am Vortag.
Rohöl: Die Ölpreise haben vor dem Wochenende noch einmal ordentlich nachgegeben. Auch hier spielen die Konjunkturdaten und die Sorge vor der Schuldenkrise ihre Rolle. (dg)
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