Tageskommentar Rohstoffe: Wettermärkte stützten den Weizen

Wettermärkte unterstützten den Weizen am Freitag. Mais und Soja mussten sich Gewinnmitnahmen am Ende des Tages beugen und gaben nach. Raps konnte sich behaupten. Rohöl legte auch wieder leicht zu.

Weizen: Nachdem die Märkte selber keine Neuigkeiten und damit Impulse hergeben, muss jetzt das Wetter wieder einmal herhalten. Weizen in Chicago endete am Freitag höher, weil die Farmer auf Regen für eine optimale Aussaat warten. Es wurden zwar einige Niederschläge angekündigt, sie sollen für ein gutes Wachstum aber nicht reichen. Russland will sein Exportverbot bis Juli 2011 beibehalten. In Paris schloss der Weizen uneinheitlich. Für vordere Termine konnte er leicht zulegen. Ab Mai 2011 gab er etwas nach.

Mais: Mais setzte am Freitag seinen Rückzug fort. Vor dem Wochenende wollten Spekulanten ihre Geschäfte glattstellen und haben verkauft. Gewinnmitnahmen spielten eine Rolle. Der festere Dollar hielt den Deckel auf den Maispreisen ebenso wie die veröffentlichte wöchentliche Exportnachfrage vom Vortag. Allerdings gab das amerikanische Landwirtschaftsministerium am Freitag einen neuen Verkauf von Mais in Höhe von 120.000 t nach Südkorea bekannt. In Paris folgte der Mais den Entwicklungen des Vortages und gab leicht nach.

Sojakomplex: Der Sojakomplex musste sich den Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende und einem stabilen Dollar beugen. Zu Beginn des Tages fanden die Kurse zunächst Unterstützung durch neue Exportaussichten und kleiner ausfallende Regenfälle in Brasilien. Zum Ende der Sitzung überwogen dann jedoch die Verkäufer. Die gute globale Nachfrage bleibt ein unterstützender Faktor, neue Verkäufe können den Markt jedoch kaum noch beeindrucken.

Raps: Die weiterhin gute Nachfrage von den inländischen Verarbeitern unterstützt den kanadischen Canola weiterhin. In Paris legte Raps für den November noch einmal um 2,75 €/t zu, für die späteren Monate fielen die Zunahmen etwas kleiner aus.

Rohöl: Am Freitag sind die Ölpreise wieder leicht gestiegen und zeigten damit eine Gegenbewegung zum Vortag. Auch zu Wochenbeginn setzt sich diese Entwicklung fort. Ein jetzt wieder schwächerer Dollar dient als Unterstützung. (dg)
stats