Tageskommentar Rohstoffe: Überschaubare Kursgewinne nach den USDA-Zahlen


Die Börsenreaktionen auf den USDA-Report fielen zunächst verhalten aus. Die Zahlen selbst brachten keine allzu großen Überraschungen, denn sie entsprachen im großen ganzen den Erwartungen und Schätzungen der Analysten. Lediglich die US-Maisbilanz wies einen bullischen Unterton aus und Chicago regierte mit überschaubaren Kursgewinnen. Weizen notierte ebenfalls fester. Der Sojakomplex gab etwas nach. Die Rapskurse an der Matif standen schon im Vorfeld unter Druck und die schwache Tendenz setzte sich in deutlicheren Kursverlusten fort. Weizen notierte in Paris etwas schwächer. Rohöl gab nach. Heute Morgen zeigen die vorbörslichen Vorgaben aus Chicago für alle Agrarfutures deutlichere Kursgewinne. Es bleibt abzuwarten, ob der USDA Report doch noch für kurzfristige Impulse gut ist.
 
Weizen: Die Chicagoer Weizenfutures schlossen mit moderaten Kursgewinnen, denn die Winterweizenfläche in den USA fiel etwas niedriger aus, als erwartet wurde. Auch die um 1 Mio. t reduzierten US-Weizenendbestände dürfen sich positiv auf die Stimmung der Chicagoer Händler ausgewirkt haben. Für die globalen Märkte brachte die neue Schätzung kaum etwas, das die Märkte in Stimmung bringen könnte. Die argentinische Weizenernte wurde allerdings um 500.000 t auf 11 Mio. t nach unten korrigiert.
An der Matif gaben die Weizennotierungen leicht nach. Kurzfristige Kursschwächen von knapp 5 €/t konnten mithilfe der festeren Chicagoer Kurse abgemildert werden.  
 
Mais: Trotz der etwas höheren Schätzung für die US-Maisernte enthält der Report einen bullischen Unterton. Die Mais-Endbestände in den USA werden sich gegenüber den Dezember-Zahlen um 1,1 Mio. t reduzieren und die US-Maisbilanz weiter verknappen. Aufgrund der schleppenden Maisexporte aus den USA wurden die US-Exportaussichten kräftig nach unten korrigiert. Im Gegenzug wird aber mehr Mais verfüttert. Für die globale Maisbilanz weist das USDA einen Rückgang der Endbestände um 1,5 Mio. t auf 116 Mio. t aus, obwohl die Ernteschätzung für Argentinien Brasilien um 1,5 Mio. t angehoben wurde.
 An der Matif drehten sich die Maisnotierungen mit den USA-Zahlen in ein leichtes Plus.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex schloss etwas schwächer. Die US-Sojabohnenernte wurde zwar auf knapp 82,1 Mio. t und damit etwas oben korrigiert, doch die Quartalsbestände in den USA lagen aufgrund der zügigen Exporte unter den Schätzung Analysten. Wenig neue Erkenntnisse gab es für die südamerikanischen Sojabohnenernten. Mit seiner Prognose von 54,5 Mio. t für Argentinien und 82,5 Mio. t für Brasilien bewegt sich das USDA im Rahmen der üblichen Schätzungen.
 
Raps: An der Matif bewegte sich Raps schon vor der Veröffentlichung der USDA-Zahlen im roten Bereich. Der Terminmarkt ist schwach und die Kurse gaben bis zu 7 €/t nach. Das technische Geplänkel der Vorwoche blieb ohne nachhaltige Wirkungen. Raps wird sich wohl in den kommenden Wochen wieder mehr oder weniger am Sojakomplex orientieren. Positive Impulse lassen sich allenfalls von der engen europäischen Rapsbilanz erwarten. In Winnipeg konnten sich die Rapsnotierungen dagegen behaupten.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen gaben nach. Gewinnmitnahmen drückte Brent Crude Öl 1,25 US-$/Barrel ins Minus. Als Auslöser wurde eine höhere Inflationsrate in China ausgemacht. Sie ist im Dezember in China um 2,5 Prozente angestiegen und hat angeblich Konjunktur-Euphorien gedämpft. China ist der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt. Da (St) 
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