Europaparlament

Tajani soll Schulz nachfolgen

Gestern Abend hat es eine erste Entscheidung zur Vorbereitung der Präsidentschaftswahlen am 17. Januar gegeben. Es geht um die Nachfolge des EU-Parlamentspräsidenten und Sozialdemokraten Martin Schulz. Die Christdemokranten werden mit dem Italiener Antonio Tajani kandidieren. Die Agrarexpertin Mairead McGuiness unterliegt in der fraktionsinternen Kandidatenkür. Für Tajani stimmten 94 von 217 Abgeordneten der Christdemokranten im Europaparlament. Die Irin Mc Guiness bekam lediglich 57 Stimmen. 


Der Kandidat der Christdemokraten ist auf die Stimmen der Sozialdemokraten angewiesen, wenn er die Präsidentschaftswahlen am 17. Januar gewinnen möchte. Eigentlich gibt es eine Absprache zwischen den beiden größten Fraktionen im Europaparlament (EP), dass dem Sozialdemokraten Martin Schulz nun ein Christdemokrat folgen soll. Aber die Absprache ist brüchig. Die Sozialdemokraten wollen im Januar mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen und die große Koalition in Brüssel aufkündigen. 


Er wolle Brücken bauen und sich um einen Konsens bemühen, erklärte deshalb Tajani am Morgen nach seiner Wahl zum christdemokratischen Präsidentschaftskandidaten. Allerdings ist Tajani bei vielen Abgeordneten im EP deutlich umstrittener als McGuiness. (Mö)
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