Klimawandel

Technische Eingriffe keine Option


Maßnahmen wie eine Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid, die Eisendüngung der Ozeane oder Aerosolinjektionen in die Stratossphäre sind ungeeignet, um die möglichen Auswirkungen des Klimawandels zu beeinflussen. In der Klimapolitik der kommenden Jahrzehnte werden sie keine Rolle spielen, äußerten Autoren einer Studie des European Transdisciplinary Assessment if Climate Engineering (EuTrace) in Berlin.

Nach derzeitigen Kenntnissen wäre es unverantwortlich, mit Climate-Engineering nennenswerte Beiträge zur Lösung des Klimawandels zu erwarten. Generell sei offen, ob die mit den jeweiligen Techniken verbundenen gesellschaftlichen und ökolgischen Folgen als Preis für eine Verminderung der globalen Erwärmung akzeptiert werden könnten.

Zur Rolle des Agrarsektors in der Dynamik des Klimawandels lägen bislang nur unzureichende Kenntnisse vor, erklärten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf Nachfrage von agrarzeitung.de. So sei nicht auszuschließen, dass eine technische Verminderung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre auch negative Wirkungen auf die weltweiten Ernteerträge haben könne. Bei umgekehrter Betrachtung besitze das Kohlendioxid auch eine gewisse Wirkung als Dünger. (jst)  
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