Resistenzen vorbeugen
Grundlage für das Antibiotika-Monitoring ist die am 1. April 2014 in Kraft getretene 16. Arzneimittelgesetz (AMG)-Novelle. Ziel der neuen Regelungen ist es, den Einsatz von Antibiotika bei Masttieren zu reduzieren sowie den sorgfältigen Einsatz und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika zur Behandlung von erkrankten Tieren zu verbessern, um das Risiko der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu begrenzen.
Tierhalter, bei denen die Therapiehäufigkeit in der ersten Auswertung der staatlichen Antibiotikadatenbank im zweiten Halbjahr 2014 über der Kennzahl 2 liegen, müssen auf der Grundlage einer tierärztlichen Beratung bis zum 31. Juli 2015 einen schriftlichen Maßnahmenplan zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes erarbeiten und diesen der zuständigen Überwachungsbehörde vorlegen. Darauf weist die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands – ISN hin.
Die Behörde prüft den Plan und kann Änderungen anordnen und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene, der Gesundheitsvorsorge oder der Haltungsbedingungen verlangen. Im Extremfall könne sogar das Ruhen der Tierhaltung angeordnet werden, betont die ISN. Wenn die Maßnahmen, die in diesem Plan zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes genannt werden, nicht innerhalb eines halben Jahres umgesetzt werden können, müsse zusätzlich ein Zeitplan erstellt werden. (az)
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