Strategiepapier

Tierhaltung wird grünes Wahlkampfthema


In dem am vergangenen Wochenende in Hannover vorgelegten „Pakt für faire Tierhaltung" beschreiben die Autoren das Leitmotiv ihrer Arbeit mit „Grüner statt größer werden". Der Zeitpunkt für einen Wandel in der Tierhaltung sei „jetzt", heißt es in dem Papier. Als Autoren zeichnen der Faktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Anton Hofreiter, die Sprecherin für Verbraucherpolitik, Nicole Maisch,sowie der agrarpolitische Sprecher der Partei, Friedrich Ostendorff, verantwortlich.

Umbau soll alle Betriebe einschließen

In dem elfseitigen Dokument werden Forderungen für eine Neugestaltung der Nutztierhaltung erhoben und Möglichkeiten für deren Finanzierung genannt. „Eine klare, transparente und wirksame Ordnungspolitik ist hierbei sehr wichtig", heißt es darin. Sowohl auf EU- Bundes- und Länderebene gebe es zahlreiche Spielräume für deren Gestaltung. Es gehe in der Strategie ausdrücklich nicht um eine Spaltung der Landwirtschaft, sagte eine Sprecherin der Partei gegenüber agrarzeitung.de. Von der Krise in der Landwirtschaft seien alle Betriebe betroffen. Daher müsse der Umbau auch alle Betriebe einschließen, sagte sie. Auf der Grundlage der vorgestellten Nutztierstrategie sollen zukünftig weitere Dokumente entstehen, die im aufziehenden Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 verwendet werden sollen. (jst)
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