Futtermittel

Tierische Fette vor Wiederzulassung

Noch vor der Bundestagswahl könnte das Verbot der Verfütterung tierischer Fette an Wiederkäuer aufgehoben werden. Hinweise darauf gab der Ministerialdirektor Thomas Boch im Rahmen eines Vortrags auf der Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Wirkstoffe in der Tierernährung (AWT) in Berlin. Aus Kreisen der Koalition war zu erfahren, dass sich auch das Bundeskabinett in dieser Woche mit dem Verbot beschäftigt und die Aufhebung beschlossen hat.

Das Verbot der Verfütterung von Fetten tierischer Herkunft an Wiederkäuer war im Jahr 2001 beschlossen worden. Derartige Fette galten als mögliches Risiko für die Übertragung der Bovinen Spongiformen Enzephalopathie (BSE) des Rindes. Die Fette spielen insbesondere in der Kälberaufzucht eine gewisse Rolle. In der Zwischenzeit hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Gefahren neu bewertet. In einem gemeinsamen Papier kommen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zusammen mit dem Friedrich-Loeffler Institut (FLI) und dem BfR zu dem Schluss, dass die Verfütterung tierischer Fette an Wiederkäuer kein erhöhtes BSE-Risiko für die Verbraucher bedeute. (jst)
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