Bundesagrarminister Christian Schmidt hat am Wochenende in einem Interview seine Absicht betont, den Tierschutz in der Landwirtschaft zu verbessern. Wie er schon zu seinem Amtsantritt angekündigte, hat das Thema für ihn Priorität. Er befinde sich in intensiven Gesprächen mit Erzeugern sowie dem Handel, sagte er der Berliner Zeitung „Tagesspiegel“. Wie seine Absichten mit der derzeit schon aktiven Initiative Tierwohl zusammen passen, hat er bislang noch nicht mitgeteilt.

Auch auf der Agrarministerkonferenz (AMK), die in dieser Woche in Potsdam stattfindet, werden diese Themen diskutiert. Die grünen Landwirtschaftsminister aus Niedersachsen und Baden-Württemberg Christian Meyer und A. Bonde wollen zudem die Kennzeichnung von Fleischprodukten auf der Tagesordnung sehen. Es soll transparenter werden aus welcher Haltungsform das Fleisch stammt. Pate könnte die Richtlinie für die Kennzeichnung von Eiern sein, heißt es aus Niedersachsen.

Die Landwirtschaftsminister der Bundesländer werden sich unter anderem mit den Folgen des Einfuhrverbotes von Agrargütern für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft beschäftigen. Weitere Themen, die in Potsdam verhandelt werden sollen, sind die Novellierung der EU-Ökoverordnung und die Neufassung der Düngeverordnung. (hed)
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