Brandenburg

Tierschutzappell an die Landesregierung

Die Petition der Umweltverbände gegen Massentierhaltung wird nach Abschluss der Aktion an das neu gewählte Landesparlament in Potsdam weitergeleitet, um das Thema im Land Brandenburg in die Öffentlichkeit zu bringen.

Koalitionspartner ist in Brandenburg die Linke. Nach ihren Vorstellungen sollen ausschließlich die artgerechte Haltung von Tieren finanziell gefördert werden. Sie fordert ein Verbot des Abschneidens von Schwänzen und Schnäbeln.

Mit der Berufung eines Landestierschutzbeauftragten und der Gewährung von Verbandsklagerechten für Tierschutzverbände könne der im Grundgesetz verankerte Tierschutz wirksam umgesetzt werden. Auf Bundesebene soll sich die neue Landesregierung für eine Verschärfung des Immissionsschutzes und eine Reduktion von Antibiotika einsetzen.

Zudem sollen die Selbstbestimmungs- und Mitspracherechte der Kommunen bei Genehmigungsverfahren gestärkt werden, um Neuansiedlungen von großen Tierhaltungsanlagen zu erschweren. Im Koalitionsvertrag von SDP und Linken treten beide Seiten für eine regional verträgliche tierartgerechte flächengebundene Tierhaltung ein. Auch stehen sie hinter der Tierwohlinitiative der Bundesregierung. (da)
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