Defizitär

Tierschutzbund kritisiert Regierung


Rund zwei Jahre nach Amtsantritt der Großen Koalition zieht der Tierschutzbund eine nüchterne Bilanz der Regierungsarbeit. Es gebe massive Tierschutzmissstände, die bisher in der Gesetzgebung überhaupt keine Berücksichtigung finden, bemängelt der DTB. Dazu zählten beispielsweise ein dringend notwendiges Verbot der Schlachtung trächtiger Rinder oder die "massiven Tierschutzprobleme" in der Intensivtierhaltung in der Landwirtschaft.

Der Verband kritisiert zudem, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) offenbar zunehmend auf freiwillige Vereinbarungen zwischen den Wirtschaftsbeteiligten setze statt auf verbindliche Vorschriften. Stattdessen seien "endlich dringende gesetzliche Verbesserungen für den Tierschutz umzusetzen", so Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. (jst)
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