Geflügelpest

Tierschutzbund warnt vor Aktionismus

Mit dem Ausbruch der auch unter der Bezeichnung "Geflügelpest" bezeichneten Krankheit AI sei oftmals die Tötung zehntausender Tiere verbunden, teilweise aus rein vorsorglichen Gründen, heißt es in einer Mitteilung des DTB. Eine Tötung sollte jedoch nur als letzte Maßnahme im Fall des Nachweises der Infektion erfolgen, appelliert die Organisation.

Die tierseuchenrechtliche Maßnahme des Tötens infizierter Beständen seien "aus Tierschutzsicht furchtbar, aber unausweichlich", so der DTB. Auf diesem Wege wollen die Behörden die Gefahr der Weiterverbreitung des Erregers minimieren. Aber darüber hinaus würden häufig auch Tiere aus Betrieben in Sperrbezirken "vorbeugend getötet", bei denen unter Umständen gar keine Infektion vorliege, kritisiert der DTB. Dies sei beispielsweise geschehen in Mecklenburg-Vorpommern. Ein derartiges Vorgehen lehne der DTB grundsätzlich ab, heißt es weiter. Nach Ansicht des Verbandes sollten Tiere in Risikogebieten zunächst im Stall gehalten werden. Auch seien Maßnahmen wie ein Verbot des Tierverkehrs, verschärfte Hygienemaßnahmen und unter Umständen eine Schutzimpfung angeordnet werden. Zwar seien Impfungen gegen die Klassische Geflügelpest grundsätzlich verboten, könnten jedoch im Einzelfall von der Behörde angeordnet werden. In Risikogebieten könnten Impfungen nach Ansicht des DTB eine sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung des Seuchengeschehens sein. (jst)  
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