Kooperation

Tierschutzlabel für Legehennen startet


-- , Foto: Tierschutzbund

Ab sofort finden Verbraucher das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes auch auf Eierpackungen. Dafür haben der Tierschutzbund und der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) einen Vertrag abgeschlossen. Betriebe, die ihre Eier bislang unter „KAT Tierschutz geprüft“ vermarktet haben, können seit Januar das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes führen. Es unterscheidet zwei Stufen (siehe Kasten).

Mehr Platz und Abwechslung
Für die Legehennenhaltung innerhalb des Tierschutzlabels gelten höhere Anforderungen: In beiden Labelstufen ist Beschäftigungsmaterial vorgeschrieben und das Schnabelstutzen verboten. Die Besatzdichte liegt bei sieben Tieren pro Quadratmeter. In der Einstiegstufe ist ein Kaltscharr-Raum vorgeschrieben, in der Premiumstufe kommt noch Auslauf von vier Quadratmetern pro Tier hinzu. Eier mit dem Tierschutzlabel sind bei Globus, Hit, Famila, Lidl und Edeka Südwest erhältlich, so der Tierschutzbund.
„Wir sind froh, mit den Legehennen die dritte Tierart ins Tierschutzlabel überführt zu haben“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Der KAT-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke erklärte: „Ich stehe mit KAT für wenige, aber gut kontrollierte Label, die einen tatsächlichen Mehrwert bieten. Diesen Mehrwert bildet der Kriterienkatalog für unsere ‚Tierschutz geprüft‘-Eier seit 2008 ab.“

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Siegelflut und der langjährigen und guten Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund habe man gemeinsam beschlossen, das „Tierschutz geprüft“-Siegel auf das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes zu übertragen. „Damit gestalten wir diesen Mehrwert an Tierschutz für den Verbraucher einheitlicher und transparenter“, so Ripke. (SB)
stats