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Tipps zum Anbau von Lupinen


Das Lupinennetzwerk hat Erkenntnisse für einen erfolgreichen Lupinenanbau zusammengetragen, die nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe interessant sind, sondern auch in Berufsschulen und Universitäten als Lehrmaterial genutzt werden können. 53 Betriebe testen seit rund zwei Jahren unter Berücksichtigung der Erkenntnisse abgeschlossener Forschungsprojekte den Anbau von Lupinen mit unterschiedlichen Detailfragen; beispielsweise zur Sortenwahl, dem Einfluss von Saatgutimpfungen, zur Sätechnik sowie Unkrautbekämpfung. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbundpartnern hat das Netzwerk die Erkenntnisse der Leuchtturmbetriebe im Internet veröffentlicht. Koordiniert wird das Lupinen-Netzwerks von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.

Interesse an Lupinen steigt

Durch das Greening sowie Agrarumweltmaßnahmen nahm die Anbaufläche von Körnerleguminosen in Deutschland 2015 im Vergleich zum Vorjahr vor allem im konventionellen Ackerbau stark zu. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach stieg der Lupinenanbau von 2014 auf 2015 um 38 Prozent auf 29.600 Hektar und ging in diesem Jahr leicht zurück (vorl. 28.900 ha). Dabei geht es nicht nur um die Verwendung als Futtermittel; die Lupine findet mittlerweile auch in Ansätzen stoffliche und energetische Verwendung und hat ihren Platz in der Humanernährung – ob in pflanzenbasierten Drinks, Joghurts, Eiscremes, Kuchen, Brot-, Fleisch- und Wurstwaren.

Anbau und Verarbeitung verbessern

Ziel des bundesweiten Netzwerks ist die Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verarbeitung von Lupinen für Tier und Humanernährung. Wichtiger Bestandteil des Projekts sind die Leuchtturmbetriebe, auf denen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis umgesetzt sowie Daten zur Wirtschaftlichkeit und Ökosystemleistung der Lupine erfasst werden. Ein zentraler Punkt ist der Wissensaustausch zwischen Forschung, Beratung und Praxis. (SB)
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