Agrarministerkonferenz

Treffen wie geplant im September

Die Länderagrarminister versuchen derzeit, eine Meinung zu einer außerordentlichen Agrarministerkonferenz (AMK) einzuholen. Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) hatte am Montag einen entsprechenden Vorschlag eingereicht. Auf Grund des russischen Importverbots von Agrarerzeugnissen schlagen die Wellen hoch, inwieweit die deutsche Agrarwirtschaft davon betroffen ist.

Über die Folgen des Embargos werden die EU-Agrarminister am kommenden Donnerstag in Brüssel beraten. Der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz (AMK), Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, hat am heutigen Dienstag Unterstützung signalisiert für die Initiative seines Ministerkollegen Backhaus, um für eine zügige Beratung der Agrarminister von Bund und Ländern wegen des von Russland verhängten Einfuhrverbots für Produkte der Land- und Ernährungswirtschaft zu sorgen.

„Angesichts der Situation ist dies ein guter Vorschlag. Auch in Brandenburg pflegen etliche Betriebe der Ernährungswirtschaft seit Jahren Wirtschaftskontakte mit Russland. Ich habe den Bund gebeten, die notwendigen Fakten zusammenzutragen. Diese sollen in der kommenden Woche vorliegen und geben dann den nötigen Überblick, um auf der Anfang September anstehenden Agrarministerkonferenz in Potsdam über die veränderte Marktlage und die möglichen Auswirkungen beraten zu können“, so Vogelsänger. Damit bleibt es beim turnusgemäßen Termin der AMK vom 3. bis 5. September 2014 in Potsdam. (da)
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