US-Geldmarkt

Trump benennt neuen Notenbankchef


Die Amtszweit von Yellen endet im Februar 2018. Nun hat Trump die Möglichkeit, einen neuen Geldhüter zu bestimmen. Dannach ist aber die Federal Reserve in den USA ein unabghängies Gremium. So hat Yellen einen Hauch von Zinswende angekündigt. Während in dieser Woche der US-Leitzins noch unverändert blieb, deutet sich für Dezember eine leichte Anhebung an.

Trump passt die Geldpolitik von Yellen nicht. Beobachter halten eine weitere Amtszeit aber für unwahrscheinlich. Das US-Magazin „Politico“ schreibt, dass Yellen komplett aus dem Rennen ist. Dem US-Präsidenten ist das Handelsdefizit seines Landes bekanntlich ein Dorn im Auge. Ein schwacher Dollar wäre da in seinem Sinne, denn er würde Importe verteuern und Exporte verbilligen. Eine Politik des schwachen Dollar ist allerdings von keinem der Kandidaten zu erwarten. Und Trump hat keinen Einfluss auf den Notenbank-Chef, sobald dieser von ihm nominiert und vom Senat bestätigt wurde.

Trump nannte im Vorfeld neben Yellen noch Fed-Vorstandsmitglied Jerome Powell und den Ökonomen John Taylor von der Universität Stanford als Kandidat. Aussichtsreiche Chancen hat der Republikaner Powell. Er ist auch für eine vorsichtige  Zinserhöhung, Taylor dagegen als Vertreter einer härteren Geldpolitik. (da)
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