Stickstoff

UBA verlangt neuen Zielwert


-- , Foto: T. Müller / pixelio.de

"Reaktiver Stickstoff in Deutschland" - Ursachen, Wirkungen, Maßnahmen -  heißt die vom UBA veröffentlichte Kompaktstudie. Darin wird erneut die Landwirtschaft als großer Stickstoffemittent angeprangert. Man müsse den Landwirten Regeln vorgeben, um den Einsatz von Stickstoff zu verringern, sagte heute UBA-Präsidentin  Krautzberger im Deutschlandfunk. Konkret zeigt die Studie anhand des Stickstoffkreislaufes auf, wie die übermäßige Belastung der Umwelt durch Stickstoff (N) deutlich zu vermindern sei.

Die größten absoluten Minderungspotenziale bestehen in der Landwirtschaft und beim Konsum landwirtschaftlicher Produkte. Das UBA beziffert den N-Überschuss aktuell in der Landwirtschaft auf 95 kgN/ha. Dieser lasse sich durch verschiedene Maßnahmen auf 50 kgN/ha bis zum Jahr 2040 senken.

Wichtiger Ansatzpunkt dafür wäre ein geringerer Einsatz von Futtermitteln. Dies setze eine stärkere pflanzenbasierte Ernährung bei insgesamt reduziertem Fleischkonsum der Bevölkerung voraus. Durch den effizienteren Einsatz des Wirtschaftsdüngers ließe sich auch der Mineraldüngereinsatz verringern, heißt es weiter.

In dem derzeit diskutierten Entwurf zur neuen Düngeverordnung sieht das UBA schon wesentliche Verbesserungen. Aber es müsse auch deutlich weniger Ammoniak aus den Ställen entweichen. Die Abluftreinigung aller großen  Schweine- und Geflügelmastanlagen möchte die Präsidentin zum Standard erheben. (da)
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