Nachhaltigkeitsgipfel

UNO fordert freien Agrarhandel


Wie hier in Peru sollen sich in den Entwicklungsländern Produktivität und Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe bis zum Jahr 2030 verdoppeln.
-- , Foto: Steffen Bach
Wie hier in Peru sollen sich in den Entwicklungsländern Produktivität und Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe bis zum Jahr 2030 verdoppeln.

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben eine globale Entwicklungsagenda zur Beendigung von Hunger und Armut beschlossen. Der Plan enthält 17 Kernziele und 169 Unterziele, die bis 2030 erreicht werden sollen. Die Einigung legt fest, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen sowie bezahlbarer Energie erhalten sollen. Das Wirtschaftswachstum soll nachhaltig gestaltet, die Infrastruktur ausgebaut werden. Die Staaten wollen sich für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzten. Unterstützt werden sollen Kleinbauern, Fischer und Viehhalter in den Entwicklungsländern und den am wenigsten Entwickelten Ländern und dabei vor allem Frauen. Der Hunger und Mangelernährung sollen beendet, die Lebensmittelsicherheit gesichert und die Ernährungsweise verbessert werden.

Exportsubventionen abschaffen

Um dieses Ziel zu erreichen sollen bis 2030 Produktivität und die Einkommen kleiner Lebensmittelproduzenten, insbesondere von Frauen und Familienbetrieben verdoppelt werden. Nach Ansicht der Staaten erfordert dies einen sicheren und gleichberechtigten Zugang zu Land und anderen Ressourcen wie Wissen, Finanzdienstleistungen und Märkten. Insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern müsse in der Agrarwirtschaft mehr in Infrastruktur, Forschung, Beratung, Dienstleistung, Technologie-Entwicklung investiert werden. Unterstützt werden müsse dies durch eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Beim Handel von Agrargütern sprechen sich die Mitgliedstaaten gegen Beschränkungen und Verzerrungen aus. Gefordert wird alle Formen der Agrarexportsubventionen abzuschaffen. Für die Lebensmittelrohstoffmärkte fordert die Agenda mehr Transparenz, speziell bei den Nahrungsmittelreserven, um extreme Preisschwankungen begrenzen zu können.

Genetische Vielfalt erhalten

Die nachhaltige Lebensmittelproduktion soll helfen, die Ökosysteme zu erhaltenen, die Qualität des Bodens zu verbessern und den Landwirten erleichtern sich an den Klimawandel und extreme Wetterereignisse anzupassen. Eine hohe Bedeutung misst die Agenda der Erhaltung der genetischen Vielfalt bei Nutzpflanzen und –Tieren in nationalen und internationalen Genbanken zu. Die Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen und dem traditionellen Wissen sollen gerecht aufgeteilt werden. (SB)
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