Tauwetter

US-Farmer hoffen auf Kuba-Markt


Landwirtschaftsminister Tom Vilsack gab zum Auftakt seiner ersten Kuba-Reise Schritte zur bilateralen Zusammenarbeit in der Agrarbranche bekannt. Von den in Havanna verkündeten Maßnahmen könnte der Agrarhandel zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba profitieren.

Vilsack kündigte nach Gesprächen mit dem kubanischen Agrarminister Gustavo Rodriguez Rollero an, dass in den USA 22 kommerzielle Forschungs- und Förderungsprogramme sowie 18 Marketing-Organisationen vom USDA autorisiert worden sind, mit kubanischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten. Im Mittelpunkt sollen die Erhöhung der Produktivität der kubanischen Landwirtschaft, mehr Ernährungssicherheit und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen stehen. In der tropischen Landwirtschaft Kubas geht es vor allem auch um die Herausforderungen des Klimawandels, der Dürren, Hitzestress, hohe Feuchtigkeit, längere Wachstumsperioden und wachsenden Schädlingsdruck zur Folge hat.

Seit dem Jahr 2000 sind bereits limitierte US-Agrarexporte nach Kuba erlaubt. Im Jahr 2014 hat Kuba nach USDA-Angaben insgesamt Agrarerzeugnisse im Wert von mehr als 2 Mrd. US-$ importiert, darunter für 300 Mio. US-$ aus den USA. Im Jahr 2015 sind die US-Exporte nach Kuba jedoch deutlich zurückgefallen. Hauptlieferländer im vergangenen Jahr waren die EU, Brasilien und Argentinien. (db)
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