Milchproduktion

US-Farmer wollen mehr melken

Experte der EU-Kommission gehen davon aus, dass die anziehenden Erzeugerpreise die Milchproduktion in Europa stimulieren werden. Im ersten Halbjahr werde die Produktion noch unter der Vorjahreslinie liegen. Im Sommer könnte dieser Trend gebrochen werden, sodass am Ende des Jahres ein Zuwachs von 0,5 Prozent stehen könnte. Die Steigerung würde damit in etwa auf dem Niveau des vergangenen Jahres liegen. Von Januar bis November lag die Produktion um 0,7 Prozent über der Vorjahresmenge. Seit dem Sommer ist sie allerdings deutlich gedrosselt worden, sodass sie im November um 3,7 Prozent niedriger lag als im November 2015. Deutlich Federn lassen werden die Niederlande. Aufgrund der Phosphatbegrenzung erwartet der Bauernverband LTO in diesem Jahr einen Produktionsrückgang von 5 Prozent.

In Neuseeland rechnen die Experten des europäischen Milk Market Observatory Economic Board für 2017 mit einer konstante Milchmenge. Begrenzende Faktoren könnten das Wetter und die weitere Preisentwicklung sein. In Australien wird für das im Juni endende Wirtschaftsjahr mit einem Minus von 5 Prozent gerechnet, was die Exportmöglichkeiten beschränkt. In Argentinien könnte die Produktion noch einmal sinken, während in Brasilien eine Erholung möglich erscheint. Zuwächse sind in den USA zu erwarten. Das Landwirtschaftsministerium USDA rechnet mit einem Plus von 2 Prozent. (SB)
stats