Gentechnik

US-Supermarkt macht mobil


Vollständige Transparenz steht im Fünfjahresplan
-- , Foto: Whole Foods Markets
Vollständige Transparenz steht im Fünfjahresplan

Der US-Lebensmittelhändler Whole Foods Markets will bis zum Jahr 2018 alle Produkte, die Gentechnik enthalten, in seinen Läden verpflichtend kennzeichnen. Diese Ankündigung des Firmenchefs Walter Robb in der vorigen Woche auf einer Biomesse im kalifornischen Anaheim lässt die Agrarbranche aufhorchen.

Das Thema war bereits im November 2012 auf der Tagesordnung, weil am gleichen Tag wie die Präsidentschaftswahl in Kalifornien eine Volksabstimmung zur Gentechnik-Kennzeichnung durchgeführt wurde. Sie brachte allerdings noch eine Mehrheit gegen neue Vorschriften.

Mit dem Vorstoß des Biomarktbetreibers Whole Foods Markets würde die Wirtschaft und nicht die Politik vorangehen. „Wir fokussieren uns auf unsere Läden, in denen wir die Kontrolle haben", begründete Robb die Initiative.

Die Whole Foods Markets Inc. weist einen jährlichen Umsatz von rund 12 Mrd. US-$ aus.  Nach Branchenangaben handelt es sich in den USA um den achtgrößten Lebensmittelhändler. Der Schwerpunkt in den etwa 340 Läden liegt auf Bioprodukten.

Als Einstieg in eine geänderte Gentechnik-Kennzeichnungs-Debatte wertet Chris Clayton von The Progressive Farmer die Entscheidung der Lebensmittelkette. In seinem regelmäßigen Agrarpolitik-Blog sieht er Kosten auf Konzerne wie Monsanto oder Kraft Foods zukommen. Denn sie müssten ihre Interessen künftig massiv verteidigen. Clayton erinnert daran, dass im Vorfeld der kalifornischen Volksabstimmung die Gegner der Gentechnik-Kennzeichnung 46 Mio. US-$ für entsprechende Kampagnen ausgegeben haben. (db)
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