Handelsstreit

USA beschwert sich über China

Die USA wehren sich gegen die „übermäßige" staatliche Agrarstützung der Regierung in Peking. Der US-Handelsbeauftragte Michael Froman und US-Agrarminister Tom Vilsack haben mit Rückendeckung des US-Kongresses am Dienstag eine Beschwerde bei der WTO eingereicht, weil ihrer Ansicht nach die Preisstützung für Reis, Weizen und Mais wesentlich höher ausfällt als es die Regeln der WTO erlauben. Die Vertreterder US-Regierung argumentieren, dass diese Preisstützung ein künstlicher Anreiz für die chinesischen Landwirte gewesen sei, die Erzeugung auszudehnen. Dadurch wiederum hätten US-Farmer Wettbewerbsnachteile erlitten.

Der US-Agrarminister gesteht der chinesischen Seite zwar Fortschritte im Abbau der Handelsbeschränkungen zu. Durch den Abbau von Zöllen und anderen Behinderungen seien die US-Agrarexporte nach China von jährlich 2 Mrd. US-$ auf mehr als 20 Mrd. US-$ angewachsen. „Wir könnten aber noch erfolgreicher sein", markiert Vilsack den Anspruch.

Nach Angaben des USDA handelt es sich bereits um die 14. Beschwerde der USA gegen unfaire chinesische Handelspraktiken, seit China 2009 der WTO beigetreten ist. (db)
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