Vor allem die Europäische Union (EU) musste sich im SPS-Ausschuss der WTO einige Klagen anhören. Die EU hatte zuvor ihr Vorhaben über nationale Verbotsmöglichkeiten für GVO bei der Welthandelsorganisation angemeldet.

Die „Opt out-Lösung“ stößt aber in den USA auf heftige Kritik. Die EU beschränke den Handel mit GV, ohne wissenschaftliche Gründe dafür benennen zu können, bemängelten die USA in Genf. Sie wurden von Argentinien, Uruguay, Paraguay, Brasilien und Kanada unterstützt.

Die EU antwortete, es ginge nicht um Handelsbeschränkung. Stattdessen solle einzelnen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit eingeräumt werden, die Verwendung von GV-Soja oder GV-Mais zu verbieten. Da das Verbot nicht auf Umwelt- oder Gesundheitsrisiken beruhe, gehöre es auch gar nicht in den SPS-Ausschuss der WTO, erklärte die EU-Kommission.

In diesem Ausschuss geht es um versteckten Protektionismus, wenn WTO-Mitgliedstaaten ihre Grenzen wegen angeblicher Risiken zumachen. China wurde von den USA ebenfalls kritisiert. China will seine Sicherheitsprüfungen von GVO überarbeiten. Die US-Amerikaner warnen vor Verzögerungen bei der Zulassung und vor fehlender Transparenz. (Mö) 
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