Copa/Cogeca

USA sollen Einfuhren erleichtern


Bessere Absatzchancen für die europäische Lebensmittelindustrie durch das TTIP-Abkommen verspricht sich der europäische Dachverband der nationalen Bauern- und Genossenschaftsorganisationen (Copa/Cogeca) in Brüssel.

Dazu müssten die USA weniger ihre Einfuhrzölle abbauen, sondern vor allem Verwaltungsvorschriften vereinfachen. Der Verband beklagt kostspielige Vorschriften für die Etikettierung, die Verpackung und die Verschiffung von Lebensmitteln in den USA.

So sei der Aufwand für die Molkereien extrem hoch, eine Anerkennung als „grade A" für ihre Erzeugnisse zu bekommen. Die Ausfuhr von Obst und Gemüse sei wegen der Verwaltungshürden kaum möglich, kritisiert Copa/Cogeca.

Ein Abkommen mit den USA wäre für die EU-Landwirtschaft zu bewältigen, erklärt Arnaud Petit, der im Verband für die Handelspolitik zuständig ist. In der EU kämen jetzt schon 40 Prozent der landwirtschaftlichen Rohstoffe aus Drittländern.

Die EU habe sich damit bereits gegenüber dem Weltmarkt geöffnet. Schließlich könne ein Abkommen die Abwanderung von europäischen Lebensmittelherstellern in die USA verhindern. Bei Molkereien und den Anbietern von Gänseleber sieht Petit jetzt schon die Gefahr der Abwanderung, mit der die Lebensmittelhersteller die Hürden der Einfuhr in die USA umgehen. (Mö)
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