Die Schweiz und die USA haben sich auf die gegenseitige Anerkennung ihrer Standards für Bio-Produkte geeinigt. In der vergangenen Woche wurde in Washington das zwischen dem Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) ausgehandelte Äquivalenzarrangement unterzeichnet.

Durch die Vereinbarung, die sofort in Kraft tritt, werde der Handel für Bioprodukte stark vereinfacht und erleichtert, teilt das BLW mit. Benachteiligungen gegenüber Mitbewerbern aus der EU, die bereits eine solche Vereinbarung getroffen hat, würden nun entfallen. Das Äquivalenz-Arrangement gelte für Bio-Produkte, die in der Schweiz oder in den USA erzeugt oder hergestellt, verarbeitet oder verpackt wurden. Demnach fallen auch Produkte, die im Einklang mit den jeweiligen Gesetzgebungen in die USA oder die Schweiz importiert und dort weiterverarbeitet oder verpackt werden, in den Geltungsbereich des Arrangements.

Einschränkungen gelten analog zum Arrangement zwischen den USA und der EU für tierische Bio-Produkte aus der Schweiz wie zum Beispiel Käse oder Trockenfleisch, die von Tieren stammen müssen, die nicht mit Antibiotika behandelt wurden. Zudem müssen Bio-Weine aus den USA oder aus der Schweiz jeweils die besonderen Herstellungs- und Kennzeichnungsregeln gemäß den Bio-Vorschriften des Bestimmunglandes erfüllen. Eine separate Zertifizierung sei jedoch nicht notwendig, so das BLW. (az)
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