Umstrukturierung

USDA stärkt Exportabteilung

US-Agrarerzeugnisse werden umfangreich exportiert.
-- , Foto: USDA
US-Agrarerzeugnisse werden umfangreich exportiert.

Den Beginn einer kompletten Reorganisation kündigt der neue US-Agrarminister Sonny Perdue für die kommenden Monate in seinem Haus an. Am Donnerstag hat er in einem Bericht an den US-Kongress die ersten Maßnahmen vorgestellt.

Neu eingerichtet wird im US-Agrarministerium (USDA) die Position eines Staatssekretärs für den Agrarhandel und die Auslandsbeziehungen. Perdue weist darauf hin, dass die Exportabteilung im USDA zuletzt 1978 reorganisiert worden ist – bei einem Exportvolumen von damals 29 Mrd. US-$. Heute sind die US-Agrarexporte auf etwa 130 Mrd. US-$ angewachsen und erfordern nach Auffassung des Ministers neue Strukturen. Neben dem internen Umbau soll die Zusammenarbeit mit dem US-Handelsministerium sowie dem Büro des US-Außenhandelsbeauftragten intensiviert werden.

Riesiger Apparat
Das USDA ist eine Mammutbehörde mit fast 100.000 Mitarbeitern. Direkt zugeordnet sind 29 Behörden und Büros. An der USDA-Spitze steht Agrarminister Sonny Perdue mit sieben Staatssekretären. Vom jährlichen Budget von rund 150 Mrd. US-$ fließen etwa 70 Prozent in Ernährungsprogramme und 30 Prozent in Maßnahmen für Landwirte. Außer in Washington unterhält das USDA 4.500 Standorte , die sich verteilt über die Vereinigten Staaten und im Ausland befinden. (db)
Grundsätzlich steht das USDA jedoch unter Sparzwang. Mit dem nächsten Haushaltsjahr, das am 1. Oktober 2017 beginnt, hat Trump schon vor Wochen eine Sparvorgabe von 21 Prozent für die fakultativen Maßnahmen in den Raum gestellt. Deswegen kommt der neue Staatsekretär nicht zusätzlich zu den vorhandenen sieben Staatssekretären hinzu. Stattdessen spart Perdue den Staatssekretär, der bisher für die ländliche Entwicklung zuständig war, ersatzlos ein. Mit Fragen wie der Breitbandversorgung oder dezentralen Energien befasst sich künftig Perdue selbst.

Zentrale Anlaufstelle für die Farmer

Außerdem schneidet er Aufgaben neu zu. Unter ein Dach kommen sollen die drei Behörden, die bisher für die Agrarberatung, die Agrarumweltprogramme und das Risikomanagement zuständig sind. Im USDA sind sie dann einem einzigen Staatssekretär zugeordnet, der für alle Fragen der Agrarerzeugung und spezifische Umweltmaßnahmen verantwortlich sein soll. Perdue verspricht den Farmern dadurch Vereinfachungen, weil sie auch in den lokalen Behörden künftig eine zentrale Anlaufstelle haben. (db)
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