EU-Hilfen

Ukraine erhält Finanzspritze für Agrarsektor


Milliardenhilfen
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist „Hausbank“ der Europäischen Union. Die jetzt beschlossenen Kredite sind Teil der umfassenden Hilfsmaßnahmen für die Ukraine. Die EU hatte sich im März 2014 auf Zuwendungen von 11 Mrd. € für das östliche Nachbarland verpflichtet. Die EIB vergibt insgesamt Kredite über 3 Mrd. € im Zeitraum 2014 bis 2016 an die Ukraine. (db)
Die Europäische Investitionsbank (EIB) gewährt zum Jahresende der Ukraine einen Kredit über 400 Mio. €. Das Geld ist für kleine und mittelständische Unternehmen im Agrar- und Ernährungssektor vorgesehen, die Geschäftsmöglichkeiten in der neuen Freihandelszone mit der EU entwickeln wollen.

Die EIB begründet die gezielte Vergabe für den Agrarsektor damit, dass er für die Ukraine von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sei. Die Kredite sollen ukrainischen Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den nationalen und globalen Märkten zu erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt im Getreide- und Ölsaatensektor sowie in der Fischerei und Aquakultur.

Der ukrainische Premierminister Arsenij Jatseniuk kündigte an, dass die Mittel vor allem für den Ausbau der Lager- und Transportlogistik verwendet werden sollen. Ein weiteres Ziel ist, die Qualitätsstandards der ukrainischen Agrarprodukte an EU-Normen anzupassen.

Die EIB-Mittel können an Unternehmen und Dienstleister in der gesamten Wertschöpfungskette verliehen werden. Die Bank nennt Betriebsmittelanbieter, Landwirte, Lagerhalter und Verarbeiter sowie Testlabore, Beratungs- und Schulungseinrichtungen. Die Kredite werden von der ukrainischen Regierung verliehen. Sie können, so die Bank weiter, durch Brüsseler Hilfen aus den Programmen der Europäischen Nachbarschaftsstrategie ergänzt werden. (db)
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