EU-Agrarpolitik

Umfang der Zahlungen wird abnehmen

„Erste Vorschläge zur Ausstattung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 sehen eine Reduzierung um mindestens 20 Prozent vor",  so das Mitglied des Europäischen Parlaments Martin Häusling heute in Berlin. Konkrete Schritte bedürfen jedoch noch weiterer Abwägungen und Diskussionen, sagte der Europaparlamentarier im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung in der Heinrich-Böll- Stiftung. Es sei klar erkennbar, dass das derzeitige Volumen von rund  55 Mrd. € pro Jahr nicht aufrecht erhalten werde. Daher sollten möglichst frühzeitig Wege erarbeitet werden, um mit immer begrenzteren Mittel Anforderungen der zukünftigen Agrarwirtschaft gerecht zu werden, appelliert Häusling. Aus seiner Sicht seien die bisher gewährten Direktzahlungen lediglich ein „Schmiermittel für den Weltmarkt". Für die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik müssten daher neue Schritte entwickelt werden. Dies könne bedeuten, die Unterstützungszahlungen in ein erweitertes Säulenmodell zulasten der Direktzahlungen zu übertragen. Sein Ziel bleibe die Ausgestaltung an ökologischen Zielen. (jst)   
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