Rheinland-Pfalz

Umstellungswelle im Westen


Die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) hat erfolgreich die Werbetrommel gerührt. „68 Betriebe haben von der zweiten Frist im November Gebrauch gemacht und wollen zukünftig ihre Betriebe nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaften“, erklärte Höfken.

Im Rahmen des regulären Antragsverfahrens im Sommer 2015 hatten 129 Betriebe die Förderung zur Umstellung beantragt. Insgesamt haben damit 2015 fast 200 Betriebe einen Antrag gestellt. Viele konventionelle Betriebe, insbesondere die Milcherzeuger, würden massiv unter der aktuellen Preiskrise leiden, so das Ministerium in einer Mitteilung. Da die Nachfrage nach Ökoprodukten groß sei und die Preise auch für die Erzeuger stabiler und fairer blieben, werde die Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise zunehmend attraktiver. „Wir wollen die Bauern dabei unterstützen, umwelt- und verbrauchergerecht zu produzieren und dies als Marktchance zu nutzen“, sagte Höfken.

In den vergangenen fünf Jahren ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche im Land um 43 Prozent und die Zahl der Ökobetriebe um 36 Prozent angestiegen, so das Ministerium. Betriebe, die umstellen wollen, können sich vom Kompetenzzentrum ökologischer Landbau (KÖL) des Landes beraten lassen. Darüber hinaus fördert das Rheinland-Pfalz die Bildung von Erzeugergemeinschaften und die Vermarktung über Regionalinitiativen und –marken, damit die Betriebe ihre ihre Produkte besser vermarkten können. (SB)
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