Artenschutz

Unfälle mit Wölfen häufen sich

Strenger Schutz
Für das Töten eines Wolfs gelten strenge gesetzliche Maßstäbe. So muss ein Amtstierarzt oder ein Arzt des Veterinäramtes mit einem entsprechenden Sachkundenachweis vor Ort sein und die untere Naturschutzbehörde zustimmen. Dem Jagdpächter ist dagegen nicht erlaubt, das Tier von seinem Leid zu erlösen. Um verletzte Tiere nach einem Unfall medizinisch versorgen zu können, hat die Region Hannover einen speziellen Rettungswagen angeschafft.
Nach einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein Wolf am Dienstag gestorben. Der Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt, teilte die Polizei mit. Der Wildunfall ereignete sich in der Nähe von Vechta (Niedersachsen), wenige Kilometer von der Autobahn A1 entfernt. Das Raubtier wurde etwa 50 m von dem Wagen mitgeschleift und schwer verletzt. Etwa 45 Minuten nach dem Unfall verendete das Tier. Ein hinzugezogener Amtstierarzt konnte nur noch den Tod des Wolfes feststellen. Der bei dem Unfall verstorbene Wolf soll zwei bis drei Jahren alt sein und wog etwa 36 kg. Das verendete Tier wurde von Mitarbeitern des Wolfsbüros in Hannover abtransportiert. In einem Fachinstitut in Berlin soll es auf seine Verletzungen sowie Art und Herkunft untersucht werden.

In dieser Woche wurde ein Wolf bei einem Unfall nahe Vechta getötet.
-- , Foto: Polizei Vechta
In dieser Woche wurde ein Wolf bei einem Unfall nahe Vechta getötet.
Am 2. April war ein weiterer Wolf Opfer eines Unfalls geworden. Im Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) war das Tier auf einer Brücke von einem Auto erfasst worden. Weitere Tiere verendeten bei Unfällen in Sachsen-Anhalt. Ende März wurde ein Wolf bei Gardelegen von einem Auto angefahren. Ein anderes Tier wurde am Stadtrand von Magdeburg von einem Zug erfasst. Ein Wolf kam wenige Tage zuvor im Kreis Wittenberg bei einem Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben. (SB)
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