Kooperation

Unterstützung für Indiens Biogasbranche

Ziel der Partnerschaft ist es, die Biogasnutzung in Indien anzukurbeln und dafür den vor vier Jahren gegründeten indischen Biogasverband IBA auf- und auszubauen, teilte der Fachverband Biogas mit. „Das Potenzial für die energetische Nutzung von Biogas auf dem Subkontinent ist enorm“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Berechnungen des indischen Ministeriums für Erneuerbare Energien kommen zu dem Ergebnis, dass sich allein durch die konsequente Nutzung der in den Zuckermühlen anfallenden biogenen Reststoffe bis zu 5.000 MW Biogas-Leistung generieren ließen. Darüber hinaus fallen jährlich 500 bis 650 Mio. t Biomasse an, die zusätzliche 18.000 MW elektrische Leistung ermöglichten. Damit könnte Indien rund 20 Prozent seines jährlichen Strombedarfs von knapp 700 TWh über Biogasanlagen decken.

Chance für Wirtschaft und Umweltschutz

Die Partnerschaft soll helfen, die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Biogas in Indien zu verbessern und eine mitgliederbasierte Verbandsstruktur aufzubauen. Als Verband der Biogasbranche soll die IBA die Interessen ihre Mitglieder beim Bau und Betrieb von Biogasanlagen vertreten, kompetent und aktiv mit der indischen Regierung und den relevanten Stakeholdern kommunizieren und das Thema Biogas in die breite Öffentlichkeit tragen.

„Biogas bietet unserem Land eine große Chance – sowohl für die Wirtschaft als auch für den Umweltschutz. Die Entwicklung in Deutschland ist ein guter Beweis dafür, welches Potenzial Biogas für eine saubere und nachhaltige Energieversorgung hat“, ergänzt IBA-Geschäftsführer Gaurav Kedia.

Deutsche Anlagenbauer profitieren

Für die deutschen Biogasfirmen, die teilweise bereits in Indien aktiv waren und sind, eröffnen sich mit der Verbandspartnerschaft neue Absatzmöglichkeiten. Biogas „Made in Germany“ genießt nach wie vor ein sehr hohes Ansehen – weltweit und speziell auch in Indien. Der Fachverband Biogas erwartet durch die neuen engen Kontakte zum indischen Markt auch einen Mehrwert für die heimischen Unternehmen. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierte Projekt sei zunächst auf drei Jahre befristet und könne bei Bedarf um weitere drei Jahre verlängert werden, so der Fachverband. (SB)
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